Freitag, 26. August 2005

Black Widow: The Coldest War

Titel: -
Autor: Gerry Conway
Zeichner: George Freeman
Inker: Ernie Colón, Mark Farmer, George Freeman, Mike Harris, Val Mayerik, Joe Rubinstein
Kolorierung: Lovern Kindzierski
Lettering: Ron Muns
Cover: George Freeman
Redaktion: Terry Kavanagh
Erscheinungsdatum: 04/1990


Deutsche Fassung: Marvel Comics Exklusiv
Übersetzung: Michael Nagula (?)


Charaktere:
Black Widow, Iwan Petrowitsch, Sperling, Zamatew, Katrinka, Hawkeye, Daredevil, Herkules, Giant-Man, Captain America

Handlung:
Sperling verkauft Informationen über die Firma, für die er arbeitet. Dabei wird er von Black Widow beobachtet. Als Sperling das Geld annimmt, greift sie ein. Aber die Gegenseite ist nicht unvorbereitet und Black Widow sieht sich plötzlich einer Menge bewaffneter Männer gegenüber. Sperling stirbt im Kugelhagel, während Black Widow über Bord springt und sich so retten kann. Dort wird sie bereits von ihrem Assistenten, Iwan Petrowitsch, erwartet.
Sie bittet Iwan zu einem Empfang eines Senators zu fahren. Dabei erzählt sie ihm, dass dieser Fall keine Routine war, sondern dass hinter der ganzen Sache knallharte Jungs stecken.
Auf dem Weg zum Empfang hängen sie noch ein paar unliebsame Verfolger ab. Black Widow amüsiert sich auf dem Empfang, bis sie später von Zamatew und Katrinka angesprochen wird. Das russische Paar befindet sich in Begleitung zweier weiterer Männer. Es kommt zu einem Handgemenge, in dem sich Black Widow durchsetzt. Dann zeigt man ihr ein Bild ihres totgeglaubten Freundes, Alexej. Das Bild ist jüngeren Datums.
Katrinka fasst für Black Widow noch einmal die Ereignisse der letzten Zeit zusammen. Sie erzählt ihr, wie sie übergelaufen ist und ein Mitglied der Rächer wurde. Dann fiel sie zwei Generälen in China in die Hände, aber ein Teil der Rächer war ihr gefolgt und paukte sie raus. Dabei kam es zu einem Kampf zwischen Captain America und Red Guardian, den Colonel Ling dadurch beendete, dass er den Boden unter Captain America unter Strom setzte. Red Guardian wollte aber einen solchen Sieg nicht und wurde von Colonel Ling angeschossen.
Black Widow zerstörte Das Kontrollzentrum des Psychotrons, so dass sich die anderen Rächer befreien konnten. Mit letzter Kraft verhinderte Red Guardian noch, dass Ling Captain America hinterrücks erschoß.
Nun zeigen ihr Zamatew und Katrinka ein Video, wie Alexej erfolgreich operiert und so gerettet wurde. Black Widow erfährt außerdem, dass Alexej in einem Sanatorium versorgt wird, aber die Mittel gehen langsam aus. Black Widow soll ihrem Land einen Dienst verrichten, um so weitere Mittel frei zu machen. Da wirft Black Widow Zamatew und Katrinka raus.
Black Widow sucht Rat, aber sie kann Hawkeye nicht erreichen. Also sucht sie Daredevil auf. Doch sie verpasst die Gelegenheit, sich ihm anzuvertrauen und verliert sich in Andeutungen.
Wider besseren Wissens erklärt sich Black Widow einverstanden, einen Auftrag zu übernehmen.
Tagsüber spioniert Black Widow das Gebäude der UN aus, um nachts einzudringen. Unbehelligt dringt sie zum Büro der amerikanischen Vertretung vor und stiehlt eine Aktennotiz für Russland. Doch Zamatew und Katrinka haben sich nie wirklich für diese Notiz interessiert. Dieser Auftrag hatte nur die Funktion, Black Widow zu ködern und erpressbar zu machen. Tatsächlich haben sie es auf die Master Matrix des LMD-Androiden abgesehen. Damit müsste Black Widow SHIELD bestehlen. Scheinbar regt sie sich über diesen neuen Auftrag auf, aber Black Widow scheint damit gerechnet zu haben und zufrieden mit dem Verlauf der Dinge zu sein.
Beiläufig überfallen Black Widow und Iwan Petrowitsch einen Imbißstand, der als Tarnung für einen Zugang zu SHIELD dient. Black Widow trotzt allen Abwehrmechanismen und dringt erfolgreich bei SHIELD ein. Selbst einer der LMD-Androiden kann sie nicht aufhalten. So gelingt es ihr, den Chip zu stehlen und mit Iwans Hilfe zu entkommen.
Black Widow und Iwan Petrowitsch melden Vollzug bei ihren Auftraggebern. Dabei wird sie von Katrinka verspottet. Doch Black Widow erinnert sich an Alexej.
In Moskau werden sie von KGB-Agenten empfangen. Black Widow trägt den Chip in einem Koffer, der mit einer Sprengladung um ihr Handgelenk gesichert ist
Dann steht sie plötzlich vor Alexej, der die Sprengladung leicht unschädlich macht. Schon erkennt Black Widow, dass es sich bei ihrem Gegenüber nicht wirklich um Alexej, sondern um einen Androiden handelt. Sie ist geschockt. Dann greift sie Alexej an. Iwan Petrowitsch hilft ihr, wird dann aber von Alexej schwer verletzt. Selbst mit ihrem Witwenbiss kann Black Widow nichts gegen Alexej ausrichten. Zum Entsetzen Katrinkas kann Black Widow Alexej unschädlich machen und Iwan Petrowitsch in Sicherheit bringen.
Doch auf dem Roten Platz werden sie erneut von Alexej gestellt und Black Widow kann nicht viel gegen den Androiden ausrichten. Doch als die Situation ausweglos erscheint, erscheinen Nick Fury und ein paar KGB-Agenten. Sie nehmen Katrinka und Zamatew fest, da die Aktion nicht autorisiert war.
Rage später trifft Nick Fury Black Widow. Beide stellen fest, dass sie nun frei ist.

Fazit:
Um die Story richtig einzuordnen, muss man sie als Leser schon historisch einordnen. Zu der Zeit, in der die Story spielt, regiert Gorbatschow. Glasnost und Perestrojka sind die Schlagzeilen, die die Weltpolitik beherrschen und dennoch gibt es Seilschaften und Mächte in Russland, die Gorbatschow nicht so recht kontrollieren kann. Historisch betrachtet ist er nicht zuletzt daran in Russland gescheitert, so dass dann der damals starke Mann, Boris Jelzin, an die Macht kam.
In dieses Ränkespiel gerät Black Widow, die von zwei Agenten wieder für Russland angeworben wird. Hintergrund ist die Tatsache, dass ihr ehemaliger Freund und Liebhaber, Alexej a.k.a Red Guardian noch leben soll.
Black Widow wäre natürlich nicht Black Widow, wenn sie die Falle nicht riechen würde und im Grunde ihren Erpressern, die für Geheimagenten als zu naiv und linkisch dargestellt werden, immer mindestens einen Schritt voraus ist.
Etwas verwundert bin ich über Black Widows Schatten, Iwan Petrowitsch, der als Freund und Beschützer nicht wirklich zu Black Widow passt.
Nicht ganz begeistert bin ich von Freemans Black Widow, die mir teilweise als zu burschikos rüberkommt. Black Widow muss ähnlich wie Black Cat ein wenig erotisch, gefährlich, verschlagen, intelligent und überlegen rüberkommen.
Conway hat dies als Autor einer typischen Agentenstory verstanden, aber Freeman leider nicht immer umgesetzt.
Die Story selbst finde ich manchmal ein wenig zu vorhersehbar. Der von mir hoch geschätzte Conway hätte an der ein oder anderen Stelle besser dran getan, noch eine Wendung in die Handlung einzubauen oder den Leser dabei außen vor zu lassen, dass Black Widow eigentlich die Situation unter Kontrolle hat.
Sieht man als Leser jedoch über dies hinweg, wird man mit der vorliegenden Story wirklich gut unterhalten. Schließlich dient sie in erster Linie dazu, den Weg für neue Black Widow Stories zu ebnen, denn wie sie und Nick Fury am Schluss übereinstimmend feststellen, ist sie und damit der Weg für neue Stories nun frei.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Mittwoch, 24. August 2005

Mary Jane #4


Titel: The Trust Thing
Autor: Sean Kelley McKeever
Zeichner: Takeshi Miyazawa
Inker: Norman Lee
Kolorierung: Christina Strain
Lettering: Randy Gentile
Cover: Takeshi Miyazawa
Redaktion: MacKenzie Cadenhead
Erscheinungsdatum: 11/2004
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Mary Jane, Spider-Man/Peter Parker, Liz Allen, Flash Thompson, Harry Osborn

Handlung:
Mary Jane verschläft und kommt verspätet zur Schule. Dabei trifft sie auf Spider-Man, der gerade aus einem Fenster klettert. Mary Jane unterhält sich mit ihm und erkennt ziemlich rasch, dass er kaum älter als sie sein kann. Sie fragt ihn auf, ob er mit ihr zum Homecoming Dance kommt - einer Frage, der Spider-Man ausweicht. Außerdem möchte sie wissen, wer er in Wirklichkeit ist. Da beendet Spider-Man das Gespräch ziemlich abrupt und schwingt sich davon.
Anschließend trifft Mary Jane zufällig auf Harry Osborn und weicht ihm aus. Sie fühlt sich danach nicht gerade großartig
Als Liz Allen dazukommt, geraten sie sich ein wenig in die Haare. Liz ist ziemlich sauer, dass sie immer noch Spider-Man nachrennt. Außerdem glaubt sie, dass sie von Flash Thompson betrogen wird. Sie kann sich nicht vorstellen, dass Flash wirklich fremdgeht, sie glaubt aber, dass er heimlich in eine andere verliebt ist. Mary Jane verstummt.
Dann trifft sie auf Flash Thompson, der sie bittet, ihm beim Lernen zu helfen. Mary Jane stimmt zu. In der Bibliothek versucht Flash Thompson sie in ein Gespräch zu verwickeln, was Mary Jane aber abblockt.
Am nächsten Tag horcht Liz Allen Mary Jane in der Cafeteria ais. Natürlich hat Mary Jane nichts herausgefunden. Zum ersten Mal gesteht Liz, dass sie Flash leibt und dass sie eifersüchtig ist.
Abends beim Football unterhalten sich Harry Osborn und Mary Jane über ihre Freunde. Auch Harry wurde von Liz gebeten, herauszufinden, hinter dem Flash Thompson her ist.
Es kommt zum Eklat, als sich Flash mit einem Cherleader des anderen Teams unterhält. Liz rastet aus und beschimpft Flash. Anschließend geht sie in die Kabine, wo sie von Mary Jane getröstet wird. Sie verspricht ihr, sich mit Flash Thompson zu unterhalten und bittet sie gleichzeitig, so lange nichts zu unternehmen.
Am nächsten Tag gibt Mary Jane Flash Thompson sein Buch zurück, das die Schwärmereien über Mary Jane enthält. Flash ist verlegen, aber Mary Jane geht darüber hinweg und rückt ihm den Kopf gerade. Dabei überzeugt ihn insbesondere, dass ihn Liz liebt. Nach der Unterhaltung umarmen sie sich, als Liz gerade um die Ecke kommt.

Fazit:
Das ist bisher mit Abstand die beste Ausgabe dieser Serie. McKeever hat wohl drei Ausgaben Anlauf genommen und sich ein wenig eingeschrieben. Dabei hat er die Charaktere entwickelt, um sie mit der vorliegenden Story in eine typische Teenagersoap zu verwickeln. Genauso unlogisch und unkonventionell verhalten sich Teenager in der Pubertät. Genauso kommt es zu Missverständnissen zwischen Teenagern, die im Grunde gar nichts bringen außer Ärger und Erklärungsnöte.
Dies hat McKeever meisterhaft beobachtet (oder aus eigener Erinnerung behalten) und in seinem Story umgesetzt.
Ich bin gespannt, ob die Serie nun eingestellt, gestoppt oder gar auf Tradepaperbacks umgestellt wird, was sich für eine Manga Serie ja anbietet.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Mary Jane #3


Titel: The Loyalty Thing
Autor: Sean Kelley McKeever
Zeichner: Takeshi Miyazawa
Inker: Norman Lee
Kolorierung: Christina Strain
Lettering: Randy Gentile
Cover: Takeshi Miyazawa
Redaktion: MacKenzie Cadenhead
Erscheinungsdatum: 10/2004
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Mary Jane, Liz Allen, Flash Thompson, Harry Osborn

Handlung:
Mary Jane wird von ein paar Mitschülern mit dummen, nervigen Streichen immer wieder aufgezogen. Sie erzählt dies im Cafe` Harry Osborn, Liz und Flash Thompson. Flash rastet natürlich aus und will die Jungs gleich vermöbeln, aber Liz hält ihn zurück.
Später unterhält sie sich mit Liz, die ihr mittlerweile rät, mit Harry Schluss zu machen. Noch immer empfindet Mary Jane für ihn Freundschaft, aber auch nicht mehr.
Inder schule wartet Flash Thompson auf Mary Jane. Doch er kann nicht verhindern, dass ihr ein neuer Streich gespielt wird. Wieder hält ihn nur Liz davon ab, die Jungen zu vermöbeln. Da kommt es zu einem Wortgefecht mit Liz, denn Flash liegt nichts an dem Homecoming King ball.
Später sehen sich Mary Jane und Harry Osborn einen Film an. Doch als Mary Jane das Thema „Flash“ anspricht, ist Harry ein wenig enttäuscht. Er hätte lieber über ihr Verhältnis gesprochen.
Abends telefoniert Mary Jane mit Liz Allen. Sie ist sich jetzt sicher, dass sie mit Harry Schluss machen will.
Am nächsten Tag nutzt Flash Thompson die Gelegenheit, die Jungs endlich zur Rede zu stellen. Doch der eine verweist auf den anderen, den sich Flash zur Brust nehmen will. Flash fragt nach den Gründen für die Streiche an Mary Jane. Doch als der Junge vorgibt, dies zu tun, weil er im Grunde für Mary Jane schwärmt, wird Flash seltsam ruhig.
Abends besuchen Harry Osborn und Mary Jane das Empire State Building. Harry gesteht ihr seine Liebe und trifft offensichtlich die richtigen Töne. Sie küssen sich.
Beschwingt kehrt Mary Jane nach Hause zurück. Da fällt ihr ein, dass sie noch Hausaufgaben machen muss. Sie holt ihr Schulheft heraus, findet aber zu ihrer Überraschung das von Flash Thompson. Sie scheut hinein und findet Kritzeleien vor, mit denen Flash seine Liebe zu ihr ausdrückt.

Fazit:
Mary Jane findet ein wenig zu meiner Überraschung den Weg zu Harry Osborn. Doch dann kommt der eigentliche Hammer. Flash liebt Mary Jane und sie findet es eher zufällig heraus. Daraus wird McKeever wohl seinen nächsten handlungsfaden spinnen. Wo wir gerade bei „spinnen“ sind.. Von Peter Parker oder gar Spider-Man findet man als Leser keine Spur. Wahrscheinlich wäre es auch zu einfach und fantasielos, wenn Mary Jane zu solch einem frühen Zeitpunkt eine intensivere Beziehung zu Peter aufbauen würde.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Mary Jane #2


Titel: The Money Thing
Autor: Sean Kelley McKeever
Zeichner: Takeshi Miyazawa
Inker: Norman Lee
Kolorierung: Christina Strain
Lettering: Randy Gentile
Cover: Takeshi Miyazawa
Redaktion: MacKenzie Cadenhead
Erscheinungsdatum: 09/2004
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Mary Jane, Peter Parker, Liz Allen, Flash Thompson, Harry Osborn

Handlung:
Mary Jane fährt mit der S-Bahn durch die Stadt und sehnt sich nach Spider-Man, dem sie aber nicht begegnet. Liz Allen versucht sie von ihrem Trip abzubringen, was ihr aber nur teilweise gelingt.
Mary Jane verabredet sich dennoch mit Harry Osborn. Doch da er immer alles bezahlt, ist sie nicht wirklich glücklich und fühlt sich minderwertig. Sie weiß nun, dass sie einen Job braucht. Doch die Arbeit nach der Schule ist anstrengender al sie geglaubt hat. So schläft sie in der Schule ein und wird unsanft von der Lehrerin geweckt.
Flash Thompson und Harry Osborn unterhalten sich über Mary Jane. Flash ist froh zu hören, dass es zwischen Mary Jane und Harry so gut läuft. Erst als Peter Parker zu ihnen an den Tisch kommt, verliert er mal wieder die Fassung und schreit ihn an, obwohl ihn Harry bittet, es nicht zu tun.
Später verkündet Mary Jane stolz, dass sie ihren ersten Gehaltsscheck erhält. Doch als sie ihren Nettolohn sieht, ist sie nicht mehr so begeistert. Sie versucht sich in anderen Jobs, mit denen sie entweder überfordert ist oder die ihr keinen Spaß machen.
Als sie mit Harry im Kino sitzt, ist sie deswegen ein wenig ratlos und ihre Stimmung hellt sich erst wieder auf, als sie ein Plakat von Spider-Man sieht.
Am nächsten Tag unterhält sie sich mit ihrem Vertrauenslehrer über die Jobs. Sie weiß, dass sie noch herausfinden muss, was ihr Spaß macht.
Später sieht sie ein schönes Kleid in einem Schaufenster. Die Verkäuferin ermuntert sie, das Kleid anzuprobieren. Mary Jane möchte dies zunächst nicht, aber als ihr die Verkäuferin anbietet, das Kleid in dem Laden „abzuarbeiten“, willigt Mary Jane nach kurzem Zögern ein.

Fazit:
Jaja, das liebe Geld. Auch die zweite Story handelt von den typischen Problemen von Mädchen im Backfischalter. Spider-Man hat in dieser Story keinen Auftritt, was aber auch ein wenig billig wäre. Dennoch behaupte ich, dass McKeever immer wieder auf den Netzschwinger zurückgreifen muss, wenn er die Serie am Leben erhalten will.
Es ist klar, dass McKeever die typischen Alltagssorgen eines Mädchens schildern will. Dennoch lebt die Serie von zwei Fragen. Finden Mary Jane und Peter Parker zusammen und findet sie heraus, dass Peter Spider-Man ist? Wir werden sehen (?).

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Mary Jane #1

Im Zuge des zweiten Spider-Man Filmes und der steigenden Popularität von Mary Jane bekam Peters Lebensgefährtin ihre eigene Serie.
Diese spielt in ihrer eigenen kleinen Welt und weisst einige Unterschiede zur normalen 616er-Kontinuität auf.
Beleuchtet werden die Highschool-Jahre des feurigen Teenagers und ihrer Clique.
Herz, Schmerz, Teeniedrama - wer wäre da als Autor besser geeignet als Sean McKeever, der mit der kongenialen Serie "The Waiting Place" (bei Slave Labor Graphics erschienen) zum ersten Mal auf sich aufmerksam gemacht hat.
Als Zeichner wurde Takeshi Miyazawa, aufstrebender Zeichner der Serie "Sidekicks" (bei Fanboy Entertainment und Oni Press erschienen) verpflichtet.
Die Serie wandte sich vornehmlich an ein weibliches Publikum. Und da kommt der Knackpunkt:
Die Serie scheiterte kläglich und wurde nach nur 4 Ausgaben "auf Eis gelegt". Allerdings veröffentlicht Marvel mittlerweile Digests, kleine Taschenbücher im Mangaformat - und die Veröffentlichungsform hat sich wohl als Verkaufserfolg erwiesen. So gab es bereits die 4teilige Fortsetzung "Mary Jane: Homecoming" und eine dritte Serie ist bereits im Gespräch.


Titel: The Real Thing
Autor: Sean Kelley McKeever
Zeichner: Takeshi Miyazawa
Inker: Norman Lee
Kolorierung: Christina Strain
Lettering: Randy Gentile
Cover: Takeshi Miyazawa
Redaktion: MacKenzie Cadenhead
Erscheinungsdatum: 08/2004
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Mary Jane, Spider-Man/Peter Parker, Liz Allen, Flash Thompson, Harry Osborn

Handlung:
Mary Jane telefoniert mit Liz Allen, ihrer besten Freundin. Sie unterhalten sich über Harry Osborn, den Liz als Freund für Mary Jane ausgesucht hat. Mary Jane ist von Harry aber nicht restlos begeistert. Schließlich kennt sie ihn ja schon so lange. Doch Liz bleibt hartnäckig, so dass Mary Jane verspricht, darüber nachzudenken. Liz hat es auf Flash Thompson abgesehen, mit dem sie zu einem großen Schulball gehen will. Auch Mary Jane ist sich noch nicht sicher, ob sie dorthin mit Harry Osborn gehen soll. Dann wird sie von ihrer Mutter zum Abendessen gerufen.
Am nächsten Tag in der Schule ist Liz stinksauer auf Flash Thompson, weil er sie nicht zum Tanz angemeldet hat.
Wieder spricht Liz Mary Jane auf Harry an. Mary Jane ist aber noch zu keiner Entscheidung gekommen und eher ein wenig genervt. Dann trifft sie auf Harry, der sie indirekt auf den Tanz anspricht. Mary Jane gibt ihm eine ausweichende Antwort und ist froh, als das Gespräch vorüber ist.
Im Bean unterhalten sich Liz, Flash, Harry und Mary Jane, als Peter Parker dazukommt. Er begrüßt Harry, mit dem er ein Schulprojekt durchführen will. Während ihn Flash schlecht behandelt, ist Harry sehr freundlich zu Peter. Flash Thompson und Liz verabschieden sich dann, während sich Harry kurz mit Peter unterhält. Davon ist Mary Jane so angetan, das sie anders über Harry denkt. Sie verabredet sich mit ihm zum Abendessen.
Als sie Liz davon beim Badminton erzählt, ist diese mehr als nur zufrieden.
Beim Abendessen fühlt sich Mary Jane etwas deplaziert. Mit dem vornehmen französischen Restaurant und seiner Speisekarte kann sie wenig anfangen. Doch Harry hilft ihr auf sehr charmante Art du Weise. Auch die Kutschfahrt bei Nacht durch den Central Park gefällt ihr, bis Harry ihr zu verstehen gibt, dass er sie mehr als Freund nicht als Freundin sieht. Mary Jane ist enttäuscht und geht nach Hause. Sie nimmt die U-Bahn, die aber plötzlich aus den Gleisen gerät. Mary Jane droht sogar aus einem teilweise zerstörten Wagen von einer Bahnbrücke abzustürzen. Schuld an der Misere ist ein Kampf zwischen Spider-Man und Electro. Als sie sich nicht mehr halten kann, rettet ihr Spider-Man das Leben. Anschließend schaltet er Electro aus und bringt Mary Jane direkt nach Hause. Als Mary Jane ihn verwundert darauf anspricht, dass er weiß, wo sie wohnt, schwingt sich Spider-Man eilig davon.
Mary Jane ist nun von Spider-Man begeistert und wünscht sich ihn als Partner für den Schulball.

Fazit:
Ich bin mit Sicherheit nicht die Hauptzielgruppe dieser Serie, kann mich aber dennoch nicht ihrem Charme entziehen. Mit McKeever hat die Serie einen hervorragenden Autor vorzuweisen, deren Plot hervorragend mit den Zeichnungen von Miyazawa harmoniert. Ob sich die Serie halten wird, wage ich kaum vorherzusagen, aber es wäre auf jeden Fall wünschenswert. Insbesondere bin ich gespannt, ob sich Mary Jane und Peter Parker auch in dieser Serie kriegen und ob und falls ja, wie, Mary Jane erfährt, dass Peter Parker Spider-Man ist, wobei ich davon ausgehe, dass auch hier Peter und Spider-Man ein und dieselbe Person sind.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Felicia Hardy: The Black Cat #4

Titel: Chimera lost Part 4 - Against the Night
Autoren: Terry Kavanagh, Joey Cavalieri
Zeichner: Andrew Wildman
Inker: Stephen Baskerville, Hudson, Rodney Ramos, Fredericks
Kolorierung: Bob Sharen
Lettering: Loretta Krol, Moede
Cover: Andrew Wildman
Redaktion: Eric Fein
Erscheinungsdatum: 10/1994
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -


Charaktere:
Black Cat, Spider-Man, Scar

Handlung:
Als Black Cat aus ihrer tiefen Ohnmacht erwacht, findet sie sich an einem Kirchturm wieder. Sie bringt sich erst einmal in Sicherheit. Dann fällt ihr ein, dass sie sich um Paul Droust kümmern sollte.
Sie erinnert sich, wie sie Lash bei einem gemeinsamen Einbruch mit ihren Klauen für immer unabsichtlich und im Affekt zeichnete, weil er sich nicht an die Absprache hielt und einen Menschen tötete.
Sie versucht ihn zu finden und kann nur mit Mühe zwei Trucks ausweichen, die sie offenbar töten sollten. Dann zeugt sich Brain, der droht Paul Droust, von einem Dach stürzen zu lassen. Black Cat will ihn retten, muss aber au ihrem Weg nach oben einigen Fallen ausweichen. Schließlich steht sie vor Lash, der Paul Droust nun aus dem Fenster wirft. Sie kann ihn nicht mehr erreichen, aber Paul Droust hängt plötzlich an einem Netz. Black Cat besiegt Lash im anschließenden Kampf. Spider-Man kann sie davon abbringen, ihn ernsthaft zu verletzen oder gar zu töten. Auch Paul Droust, der sich als Chimera outet, verhindert eine unüberlegte Handlung. Paul Droust funktionierte den Spinnensender um, so dass sie von Spider-Man gefunden wurden. Er führte die Experimente durch, die die Humanoiden hervorbrachte, obwohl er wußte, dass diese Experimente unmoralisch waren. Doch erst später besann er sich eines Besseren und wollte, dass ein Projekt First Strike wieder vernichtet wurde. Also engagierte er Cardiac und die Black Cat.
Black Cat bleibt nun nur noch über die Bildschirme der Börse auf sich aufmerksam zu machen. Zufrieden betrachtet sie sich erst mit Paul Droust und dann mit Loop ihr Werk.

Fazit:
Leider war die Auflösung um Chimera und sein Projekt nun nicht die große Offenbarung. Schade, da hätte ich nach einem Vierteiler einfach mehr erhofft und sogar erwartet.
Sehenswert ist natürlich, dass sich Black Cats Kostüm in diesem Teil nach und nach auflöst, was aber auch nicht wirklich über das enttäuschende Ende hinweghilft.
Ich hoffe, dass Marvel bald wieder einen Autor mit einer guten Story findet. Der Charakter, Black Cat, gibt nämlich noch einiges her.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Felicia Hardy: The Black Cat #3

Titel: Chimera lost Part 3 - Claws & Effect
Autoren: Terry Kavanagh, Joey Cavalieri
Zeichner: Andrew Wildman
Inker: Stephen Baskerville
Kolorierung: Bob Sharen
Lettering: Dave Sharpe
Cover: Andrew Wildman
Redaktion: Eric Fein
Erscheinungsdatum: 09/1994
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -


Charaktere:
Black Cat, Cardiac, Scar, Strikers

Handlung:
Black Cat kämpft noch immer gegen die Humanoiden und erfährt von Cardiac, dass diese so konstruiert wurden, dass sie sich selbst reparieren können. Gemeinsam schlagen sie die Humanoiden zurück, aber sie stehen immer wieder auf. Schließlich können sie eine Stahltür zwischen sich und die Humanoiden bringen. Dort finden sie allerdings eine Computeranlage vor, die bereits einen Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert hat. Cardiac scheint zufrieden und geht. Doch Black Cat ruft ihn zurück. Sie bringt zunächst noch zwei bewußtlose Wachen in Sicherheit und will die Selbstzerstörung verhindern, um mehr über die Firma zu erfahren. Sie kann aber den Mechanismus nicht stoppen und kann sich gerade noch in Sicherheit bringen. Anschließend erfährt sie von Cardiac, dass es sich bei Chimera um einen Menschen handelt, der ein Genie ist. Dann fliegt er davon. Black Cat beschließt nach Hause zu gehen und die Informationen erst einmal zu verarbeiten.
Unterdessen rüstet der geheimnisvolle Killer aus dem Krankenhau zum Kampf gegen Black Cat.
Black Cat findet ihre Wohnung vollkommen verwüstet vor. Auf der Wand befindet sich eine Drohung und auf ihrem Anrufbeantworter eine Nachricht, die nur aus dem Wort „Freiheit“ besteht. Dennoch erkennt sie die Stimme. Es handelt sich um Brain Lash, den sie aus ihrem Früheren Leben als Einbrecherin kennt. Es scheint, als habe sie ihre Vergangenheit eingeholt.
Sie nimmt Kontakt mit Loop auf, dessen Sohn Brain Lash offensichtlich ist. Er warnt Black Cat, dass Brian sie töten will.
Black Cat beschließt, Paul Droust aufzusuchen, der ihr mehr über Chimera erzählen soll, aber er will nicht. Da kommt Brian Lash herein, der sich nun Scar, the Stalker, nennt und ohne Vorwarnung einen Pfeil auf Black Cat abschießt. Getroffen sackt sie zusammen.

Fazit:
Kavanagh bereitet mit dieser Story offensichtlich den Schlussteil vor. Zunächst führt er ein paar lose Enden zusammen, indem er auf Loop zurückgreift, der nicht nur ein Technikgenie, sondern auch der Vater Brians ist, der es auf das Leben von Black Cat abgesehen hat. So scheint auch dieser Brain kein Mensch im eigentlichen Sinne mehr zu sein. Er ähnelt eher den Humanoiden Kampfmaschinen, gegen die Black Cat mit Cardiac gekämpft hat. So bleiben eigentlich nur noch Paul Drousts Rolle und Lashs Verbindung mit Chimera zu klären, wobei noch immer nicht klar ist, wer oder vielleicht doch was Chimera eigentlich ist. Vielleicht ist es doch die Tarnung für Paul Droust selbst, was sinnvoll wäre.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Felicia Hardy: The Black Cat #2

Titel: Chimera lost Part 2 - First Strike
Autoren: Terry Kavanagh, Joey Cavalieri
Zeichner: Andrew Wildman
Inker: Stephen Baskerville
Kolorierung: Bob Sharen
Lettering: Loretta Krol
Cover: Andrew Wildman
Redaktion: Eric Fein
Erscheinungsdatum: 08/1994
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -


Charaktere:
Black Cat, Cardiac, Faze, Strikers

Handlung:
Black Cat kämpft nun gegen Faze. Da er seine Zellstruktur verändern kann, bekommt sie ihn nicht zu fassen. Außerdem bekämpft er sie mit elektronischen Käfern, die scharfe Klauen haben. Black Cat beschließt, Zeit zu gewinnen und sich zu4m Steuerpult zu schwingen. Doch Faze verhindert, dass sie eine Disk mit einem Virus in das Computersystem einschleusen kann, der wiederum eine Explosion auslösen würde.
Es entsteht ein Handgemenge und Black Cat bekommt Faze erstmals zu fassen, so dass dieser mit einem Hubschrauber fliehen will. Zu seiner Überraschung ist jedoch Black Cat die Pilotin, die ihn kurz vor der Küste rauswirft.
Felicia Hardy sucht Rat und besucht Loop im Gefängnis.
Nach ihrem Gespräch dringt sie als Black Cat erneut in das Gefängnis ein. Sie übergibt Loop ein paar Werkzeuge und eine CD.
Derweil schießt sich der Mann, der in einem Krankenhaus offensichtlich im Sterben lag, den Weg frei.
Felicia Hardy sucht Paul Droust auf. Black Cat gelingt es, Paul Droust zu überzeugen, ihr eine neue CD mit Chimera zu übergeben. Dann sorgt sie dafür, dass er ohnmächtig wird. Sie durchsucht die Dateien auf seinem PC und stößt auf ein paar Telefonnummern und Sicherheitscodes. Sie beschließt nun, Plan B zu folgen. So stößt sie auf eine Firma Morelle, in die sie eindringt. Dort findet sie riesige Wassertanks vor, in denen Menschen stehen. Plötzlich verriegeln die Türen hinter ihr und sie sieht sich vier Humanoiden gegenüber. Es kommt zu einem harten Kampf, in dem sich plötzlich Cardiac einmischt.

Fazit:
Nicht ganz überraschend taucht Cardiac erneut auf. Sein Verschwinden in der letzten Story kam ein wenig zu früh, um für diese Story endgültig zu sein. Außerdem war noch nicht ganz erklärt, warum er auf welcher Seite steht.
An dieser Stelle sollte man auch mal Wildman für seine Darstellung der Black Cat loben, die sexy genug, aber auch nicht zu primitiv auf das männliche Beuteschema ausgerichtet ist, so dass man sie als Leser noch ernst nehmen kann.
Ich bin gespannt, welche Rolle noch der geheimnisvolle Loop einnehmen wird. Schließlich ist auch noch zu klären, um was es sich genau bei Chimera handelt.
Aber Kavanagh hat ja noch zwei Teile Zeit.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Felicia Hardy: The Black Cat #1

Titel: Chimera lost Part 1 - Sharp Turns
Autoren: Terry Kavanagh, Joey Cavalieri
Zeichner: Andrew Wildman
Inker: Stephen Baskerville
Kolorierung: Bob Sharen
Lettering: Loretta Krol
Cover: Andrew Wildman
Redaktion: Eric Fein
Erscheinungsdatum: 07/1994
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -


Charaktere:
Black Cat, Spider-Man, Cardiac, Faze, Mary Jane

Handlung:
Black Cat hat Liebeskummer und ist über den Dächern New Yorks unterwegs. Dabei trifft sie auf Spider-Man, der sich gerade mit Cardiac auseinandersetzt, der eine pharmazeutische Fabrik sabotieren will. Diese Fabrik soll nach seinen Angaben kriminellen Machenschaften folgen. da Spider-Man aber keine Beweise vorliegen, vertreibt er ihn gemeinsam mit Black Cat.
Nachdem er vertrieben ist, bietet sich Spider-Man an, Black Cat zuzuhören. Doch hierfür ist sie zu stolz. Sie gibt vor, hinter Cardiacs Kopfgeld her zu sein und schwingt sich davon. Doch dann trifft sie auf Paul Droust, der Bediensteter der Firma ist. Er will sie beauftragen, seiner Firma wertvolles Eigentum wiederzubeschaffen. Er nennt es die „chimera“, die sich nun im Besitz des größten Konkurrenten, der Cobalt Chemical Corporation, befindet. Black Cat ist sich nicht sicher, ob sie ihm trauen kann. Er gewinnt sie aber dadurch, dass er ihr einen Spinnensender zeigt, den ihr Spider-Man verpasst hatte.
Derweil liegt in einem Krankenhaus ein Mann im Sterben, der viele Menschen betrogen haben soll.
Am nächsten Tag unterhalten sich Mary Jane und Felicia Hardy. Felicia zeigt sich ein wenig unentschlossen in Bezug auf ihre Zukunftspläne, bis Spider-Man vollkommen erschöpft bei ihnen ankommt. Er und Mary Jane gehen nach Hause und Felicia Hardy fühlt sich ein wenig einsam.
Abends hört sich Felicia Hardy ein wenig in den einschlägigen Kneipen um und wird so auf eine Yacht aufmerksam.
Als Black Cat gelangt sie an Bord dieser Yacht. Sie überwindet ein paar Wachen und dringt so in das Innere der Yacht vor.
Dort wird sie aber von einem Kostümierten überrascht, der offensichtlich durch Wände gehen kann.

Fazit:
Black Cat ist im Grunde eine so populäre Figur, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis es Marvel zumindest mal mit einer eigenen Mini-Serie versucht. Dabei handelt es sich in dieser Story offensichtlich um Werksspionage, was ja schon ein wenig zu Black Cat und ihrer Vorgeschichte als Meisterdiebin passt. Natürlich darf in einer Auftaktstory Spider-Man nicht fehlen, der solch eine Story allein durch seine Präsenz ein wenig puscht. Deutlich wird auch, wie einsam sich Felicia Hardy fühlt.
Gespannt darf man als Leser darauf sein, ob es überraschende Wendungen gibt, was ich in einer Black Cat Story ein wenig erwarte und ob Paul Droust wirklich ein gesetzestreuer Bürger ist. Ich traue ihm jedenfalls nicht.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Montag, 22. August 2005

Das sagte Nuff! #1

Lange Zeit in der Planung und ursprünglich als Buch gedacht, hat Daniel Wamsler (alias jakubkurtzberg - ehemaliger Mitarbeiter des Marvel Archivs und bekannt durch seine Beiträge in der Comixene und Sprechblase) sein Projekt über die BSV- und Williams-Marvels endlich fertiggestellt und liefert die erste Ausgabe der Heftreihe "Das sagte Nuff! - Das Magazin für Silver Age Marvels in Deutschland" ab.


Autor: Daniel Wamsler
Cover: Gil Kane
Verlag: Bargeld/Interessengemeinschaft Superhelden Comics OV Schwäbisch Gmünd
Erscheinungsdatum: 08/2005








Inhalt:
Das Heft beginnt mit einer Begrüssungsseite mit Vorwort von Daniel, die genau so aufgemacht ist, wie das Pendent von 1974 aus den Williamscomics.
Dann gibt es die Erklärung, was es mit Nuff auf sich hat und das Inhaltsverzeichnis... und dann taucht man auch schon ab...

Es gibt einen kurzen Abriss über die verschiedenen Epochen der amerikanischen Comics (3 Seiten) wie z.B. Golden, Silver und Modern Age und einem Kurzportrait von Marvel USA (1 1/4 Seiten).
Und dann ist Daniel in seinem Metier - es gibt Vorstellungen des Bildschriften Verlages (1 1/2 Seiten), von Williams (3/4 Seite), Condor (1 Seite) und Marvel Deutschland/Panini (1 Seite).

Dann geht's noch mal tiefer in die Materie um Williams und wir erfahren so einiges, z.B. wie es zur Verlagsgründung kam und mit welchen Titeln man an den Start ging (1 Seite plus seltene Abbildung einer Werbebroschüre).

Dann gibt es eine SEHR detaillierte Beschreibung von "Die Spinne #1" (Williams) auf 5 1/2 Seiten mit Bildbeispielen, sowie einen Abriss der Veröffentlichung von "Namor, the Sub-Mariner" bei Williams (3 1/2 Seiten mit Bildbeispielen).

Weiter geht es mit sehr aufschlussreichen Beschreibungen der Serien "Thor" (4 Seiten mit Bildbeispielen) und "Silver Surfer" (2 1/2 Seiten), "Dracula" (4 1/2 mit Bildbeispielen) und "Hulk" (3 Seiten), denen der erste Teil einer sehr genauen Checkliste mit dem Grünen Giganten folgt (2 Seiten), die das Material aller dt. Verlage berücksichtigt.

Dann kommt eins der interessantesten Kapitel des Heftes - "Son of Origins of Marvel Comics". Dabei handelt es sich um einen amerikanischen Sammelband, der einige Einser-Nummern diverser Marvelserien nachgedruckt hat. Das Besondere daran - das Bildmaterial stammt von Williams. Daniel zeigt dies an sehr schönen Beispielen (3 Seiten).

Es folgt ein "Nuff Lexikon", in dem die Begriffe Vierfarb-Druck, Druckfilme, Raster, Offset-Druck, Moiré-Effekt und Scan eräutert werden - natürlich mit Bildbeispielen (2 Seiten).

Und zum Schluß gibt es noch ein Interview mit Wolfgang J. Fuchs, Übersetzer bei BSV, Williams, sowie bei Ehapa für die Donald Duck Sonderhefte zuständig (3 Seiten).

Fazit:
WOW! Das war der Eindruck, den ich hatte, nachdem ich das Heft durchgelesen hatte.
Daniel, der mich ja schon hier und da bei einigen Rezis mit seinem Fachwissen beeindruckt hat, weiß, daraus Kapital zu schlagen.
Die Aufmachung des Heftes ist natürlich erstklassig. Das beginnt beim liebevollen Titelbild im Williams-Stil (das Hulkmotiv von Kane kann man auf der Rückseite sogar in voller Pracht und mit Neukolorierung von Laska Grafix bewundern), bei der Einleitungsseite und der generellen Aufmachung. Die Inhalte sind äusserst informativ und vorallem detailreich (ergiessen sich hier und da allerdings in sehr feinen Kleinigkeiten).
Die Sprache ist leicht verständlich und keine Geek-Sprache, Techno-Babbel oder Fachdeutsch, was die Literatur sehr angenehm macht.
Ausserdem hat man sich bemüht, die Artikel mit Bilder aufzulockern bzw. besser zu erklären. Zudem bekommt man einige sehr seltene Bilder zu Gesicht.

Was etwas weniger gefällt, sind die ganzen Informationsdopplungen (wenn man zum dritten Mal erklärt bekommt, woher das mit Nuff stammt, wird es etwas nervig) und die seltsame Struktur der Beiträge, die einfach etwas planlos aneinandergereiht wirken, lässt einen etwas verstutzt dreinblicken (aber da diese Reihe ursprünglich als Buch geplant war, erklärt das so manches).
Natürlich ist kaum eine Publikation frei von Fehlern und so sehr Daniel sich bei den Klassikern auszukennen scheint, so scheint er doch bei den neueren Comics eine kleine Schwachstelle zu haben, so daß sich der ein oder andere völlig banale Fehler einschleicht.
Das einzige, was an diesem Band etwas gestört hat, war das plötzliche Abbrechen des Interviews (welches in der nächsten Ausgabe weitergeht) mitten in der Frage. Das hätte man mMn besser lösen können.

Sieht man von diesen wenigen Fehlern ab, so hat man eine einwandfreie Publikation, die den Vergleich mit den "grossen Brüdern" weder von Aufmachung noch Inhalt zu scheuen braucht.
Historiker werden an diesem Heft genauso ihre helle Freude haben wie Marvel-Zombies und Neueinsteiger, die etwas mehr über Marvels in Deutschland erfahren möchten.
Sein Geld (der Heftpreis beträgt €7,00) ist das Heft auf jeden Fall wert.

Mehr davon wünscht sich das MAMT (Marvel-Archiv-Macher-Team)!

Das Heft kann übrigens hier bestellt werden!