Dienstag, 7. März 2006

Spider-Man/Human Torch #1


Titel: Picture perfect
Autor: Dan Slott
Zeichner: Ty Templeton
Inker: Nelson
Kolorierung: F. Serrano
Lettering: Dave Lanphear
Cover: Paul Smith
Redaktion: Tom Brevoort
Erscheinungsdatum: 03/2005
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Spider-Man, Fantastischen Vier, Mole Man, Dorrie Evans, Jonah J. Jameson, Betty Brant, Tante May

Handlung:
Die Fantastischen Vier besiegen Mole Man dank des Eingreifens Johnny Storms relativ problemlos. Dies steigert das ohnehin nicht kleine Ego Johnny Storms noch mehr. Doch er leidet darunter, dass er im Daily Bugle nicht die Beachtung findet, die er seiner Meinung nach verdient hätte.
Auch Jonah J. Jameson ist mit den Fotos Peter Parkers unzufrieden. Jonah will natürlich Fotos, die Spider-Man als Schurken entlarven oder mindestens als zwielichtig darstellen. Nach dem Gespräch kann nicht einmal Betty Brant Peter Parker beruhigen, so dass er erst als Spider-Man allmählich wieder einen klaren Kopf bekommt.
Später kehrt er nach Hause zurück. Dort wird er bereits von Johnny Storm erwartet, der ihn als eine Art Haus- und Hoffotograf engagieren will. Peter Parker will natürlich ablehnen, aber als er die Rechungen sieht, die Tante May eigentlich vor ihm verbergen will, stimmt er zu.
So beobachtet Peter Parker Johnny Storm am nächsten, als er sich mit Dorrie Evans trifft. Als Peter dann mit Dorrie ins Gespräch kommt, werden sie wiederum von Betty Brant beobachtet, die dies natürlich mißversteht.
Dann werden Peter und Johnny auf einen Banküberfall aufmerksam. Als Spider-Man und Human Torch greifen sie ein, wobei Johnny jede Hilfe Spider-Mans ablehnt. So gibt Johnny Storm später Autogramme und lässt sich feiern. Peter Parker lässt er abblitzen, aber Peter weiß, dass er und Tante May das Geld brauchen, das ihm Johnny Storm für ein Titelfoto versprochen hat. So entwickelt Peter Parker einen Spinnensender, der selbst Johnnys Flamme für einen ganzen Tag standhalten kann.
Es gelingt ihm, den Spinnensender als Peter Parker bei Johnny Storm anzubringen und ihm dann zu folgen. Dabei überrascht er Paste-Pot-Pete, der die Human Torch gerade vernichten wollte. Doch allein der Name verursacht bei Spider-Man Lachkrämpfe, so dass er der Human Torch erst später folgen kann. Dabei stellt er zu seinem Entsetzen fest, dass die Human Torch tatsächlich die Botschaft Latverias aufsucht. Spider-Man dringt in die Botschaft ein und beobachtet, dass Johnny Storm bereits Gefangener Dr. Dooms ist. Johnny Storm befindet sich in einer feuerfesten Blase, in der es nicht genug Sauerstoff gibt, um zu entflammen. Spider-Man denkt nach und stellt sich wenig später Dr. Doom. Dabei scheint er sich ihm beinahe zu unterwerfen, aber Dr. Doom ist mißtrauisch. Also schlägt ihm Spider-Man vor, dass er doch die Human Torch umbringen kann. Da er sich auf dem Hoheitsgebiet Latverias befindet, kann ihn Dr. Doom auch sofort begnadigen. Dr. Doom stimmt zu. Spider-Man bricht die Blase aus dem Sockel und entkommt mit Johnny Storm, bevor Dr. Doom eingreifen kann. Dann befreit er Johnny Storm, aber dabei stellt sich ein Nebeneffekt heraus. Johnny Storm hat seine Haupthaare verloren. Er fliegt zurück ins Baxter-Building und brüllt dort die Fantastischen Vier zusammen. Natürlich macht Spider-Man Aufnahmen davon.
Mittlerweile hat Johnny Storm erfahren, dass seine Haare wieder nachwachsen werden, während sogar Jonah J. Jameson zu seinen Fotos beglückwünscht.
Am nächsten Morgen findet sich Johnny Storm auf der Titelseite als Gefangener Dr. Dooms, während Spider-Man vor Dr. Doom kniet.

Fazit:
Man kann als Leser Slott wirklich viel vorwerfen, aber er packt unwahrscheinlich viel Handlung in ein heft. Hierfür ist er spätestens seit She-Hulk bekannt.
Gleichzeitig wird jedem traditionellen Spider-Man Leser wohl schmerzlich bewußt, wie sehr noch die Nebencharaktere wie Jonah J. Jameson den aktuellen Stories fehlen.
Im Mittelpunkt dieser Story steht die alte Rivalität zwischen Human Torch und Spider-Man, die eigentlich nie wirklich ernsthafter Natur war, sondern vielmehr eine Kabbelei zwischen zwei Rivalen, die sich ihre Sympathie nicht eingestehen wollen, sondern hinter mehr oder weniger sinnlosen Handlungen wie Johnnys Angriff auf die Botschaft Latverias verbergen.
Am Ende des ersten Teils haben sich sowohl Spider-Man als auch Human Torch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Doch gerade die Fotos, die Peter Parker insbesondere am Anfang seiner Superheldenkarriere an Jonah J. Jameson verkaufte, waren ja sowohl (Geld-)Segen, als auch Fluch (Publicity) für ihn. Dies greift Slott geschickt auf, wobei er die Tragik der 60er Jahre hinter einer gesunden Portion Humor verbirgt.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Samstag, 4. März 2006

Marvel Graphic Novel #21: Marada the She-Wolf

Titel: The shattered Sword | Royal Hunt
Autor: Chris Claremont
Zeichner: John Bolton
Inker: John Bolton
Kolorierung: John Bolton
Lettering: Tom Orzechowski
Cover: John Bolton
Redaktion: Jo Duffy
Erscheinungsdatum: 1985
Deutsche Fassung: Marada die Wölfin #1
Übersetzung: ?


Hinweis:
Nachdruck aus "EPIC Illustrated #10-12".

Charaktere:
Marada Starhair, Donal MacLlanllwyr, Arianrhod, Simyon Karashnur, Rhiannon, Ashake, Ygaron, Reaver, Marcellus Fulva, Captain Keos, Casta

Handlung:
Der Krieger Donal und seine Mannen befreien die berühmte Kriegerin Marada aus den Fängen der Parther. Doch sie ist nicht mehr die selbe wie früher, sondern verängstigt, gebrochen. Donal nimmt sie mit in seine Festung, wo er sie zusammen mit seiner Mutter pflegt. Langsam findet Marada wieder Vertrauen, vorallem zu Donals Tochter Ari, mit der sich über ein Jahr lang eine tiefe Freundschaft entwickelt.
Sie erzählt Donal letztendlich, was passiert war, daß der Zauberer Simyon sie gefangen hielt und der Dämon Ygaron sich an ihr vergangen hat.
Und gerade dieser Zauberer lässt nicht locker. Er schickt einen Reaver, ein mächtiges Monster los, welches Donal tödlich verletzt und Ari entführt. Marada muss sich zusammenreissen, um ihre Freundin zu retten und lässt sich von Donals Mutter ins Reich Simyons zaubern.
Dort bekommt sie es mit einer Heerscharr an Dämonen und Monstern zu tun, die sie jedoch besiegt. Dann kommt es zum Kampf zwischen ihr und ihrem dämonischen Peiniger, den sie mit einem Trick tötet. Auch der böse Zauberer fällt vor ihrer Klinge. Doch die anderen Dämonen sind schon unterwegs. So bleibt der Zauberin Ari nichts anderes übrig, als sie nach Hause zu zaubern.
Doch da landen sie nicht, sondern im fernen Afrika, wo sie nach monatelanger Wanderschaft von Königin Ashake gefangengenommen werden. Diese lässt sie laufen unter der Bedingung, daß sie eine Jagd überleben, die auf die beiden veranstaltet wird. Eine Jagd, bei der Ashake selbst jagen wird. Marada und Ari laufen, doch nach langer Hatz holt die Königin sie ein und es kommt zum Kampf, den die Wölfin gewinnt. Allerdings taucht ein Haufen Männer auf, die die Königin beseitigen wollen. Da Marada dies verhindert, akzeptiert die Königin sie als Freundinnen und lässt sie schweren Herzes weiterziehen, da Marada Ari in Sicherheit bringen will.

Weitere Inhalte:
  • Portrait von Chris Claremont (1 Seite)

  • Portrait von John Bolton (1 Seite)


  • Fazit:
    Der erste Gedanke: Chris Claremont schreibt Red Sonja. Die Parallelen sind einfach da und wenn man den Gerüchten glaubt, war diese Geschichte ursprünglich sogar als ein Abenteuer der rothaarigen Schönheit gedacht.
    Über drei Hefte verteilt, erschienen die Abenteuer von Marada, die in diesem Heft gesammelt vorliegen. Offenbar war die Serie etwas länger angelegt, aber ausserdem einem weiteren Zweiteiler, der nicht einmal mehr in Albenform erschienen ist, sollte nichts mehr erscheinen.
    Dabei beginnt die Serie garnicht mal schlecht, vorller Abenteuer, Monster, Schwertkämpfe, böser Zauber etc., wie sich das halt so für das Genre gehört. Vermutlich brauchte man aber halt keinen Red Sonja-Klon und hat die Figur deshalb sanft entschlafen lassen. Vielleicht hatte aber auch Claremont keine Lust mehr auf weitere Abenteuer.
    John Boltons Zeichnungen sind natürlich wieder einmal vom feinsten und man kann sich vorstellen, daß John Cassaday ihn sich zum Vorbild genommen hat.

    Marvel Graphic Novel: Roger Rabbit in The Resurrection of Doom

    Titel I: The Resurrection of Doom
    Titel II: Tummy Trouble
    Autor: Bob Foster
    Zeichner I: Dan Spiegle, Todd Kurosawa
    Zeichner II: Mike Kazaleh
    Inker: William Langley
    Kolorierung: Jo Meugniot
    Lettering I: Carrie Spiegle
    Lettering II: William Langley
    Cover: Todd Kurosawa, Ron Dias
    Redaktion: Bob Budiansky
    Erscheinungsdatum: 1989
    Deutsche Fassung: -
    Übersetzung: -


    Charaktere I:
    Roger Rabbit, Eddie Valiant, Judge Doom, Jessica Rabbit, C.B. Maroon, Baby Herman, Velma, Karate Cow

    Charaktere II:
    Roger Rabbit, Baby Herman

    Handlung I:
    Roger und Jessia schauen sich einen Film über den Werdegang von Judge Doom an, als einem schurkischen Wiesel die Idee kommt, wie man eben diesen wiederbeleben kann... man verwendet einfach eine alte Vorlage.
    Eddie Valiant erhält unterdessen den Auftrag von C.B. Maroon, dem Zwillignsbruder von R.K. Maroon, mehr über Roger Rabbit herauszufinden. Gesagt, getan.
    Marron engagiert daraufhin Roger, der mittlerweile arbeitslos ist, für eine Reihe von Low-Budget Filmen. Da Roger aber darauf besteht, rumtoben zu können, wird er gefeuert, weil dies zu teure Animationen nach sich ziehen würde. Zudem versucht Marron, Rogers Ruf zu zerstören.
    Eddie geht dem nach und findet heraus, daß Maroon nicht Maroon, sondern Doom ist, wird jedoch niedergeschlagen und eingesperrt, wo er auf den richtigen Maroon trifft.
    Roger, am Boden zerstört, will die Stadt verlassen, vorher aber noch nach Eddie sehen. Dessen Büro wurde jedoch verwüstet und Jessica entdeckt eine Adresse auf einem Notizblock. Sie machen sich auf den Weg und finden Eddie und C.B. und befreien sie. Dann stellen sie Maroon, der mit einer Gagpistole erledigt wird, die mit Farbverdünner gefüllt war.

    Handlung II:
    Das Baby verschluckt eine Rassel und Roger ruft den Notarzt. Allerdings spukt das Baby das Spielzeug aus, aber nun ist es Roger, der es verschluckt. Die Ärzte wollen es natürlich rausholen und bereiten ihn auf eine Operation vor, die Roger natürlich nicht über sich ergehen lassen will. Baby Herman versucht, ihm zu helfen und dabei geht natürlich so einiges kaputt...

    Fazit:
    Die erste Geschichte ist eine Fortsetzung des Films "Who framed Roger Rabbit" (Falsches Spiel mit Roger Rabbit) und als solche durchaus lesenswert. Natürlich ist die Story weder so ausgereift noch witzig, wie der Kinofilm, aber hat durchaus ihren Charm. Dazu tragen vorallem Dan Spiegles Realzeichnungen bei, die ein schönes Krimi-Flair aufkommen lassen, während die Toon-Zeichnungen von Kurosawa lediglich Durchschnitt sind, bzw. sich von diesem abheben können.
    Zudem sind ein paar nette Insidergags in dem Band versteckt. So bedindet sich die Firma Wiesel Development Partnership (deren Initialien WDP natürlich für Walt Disney Productions stehen), wo Eddie gefangengehalten wird, in 2719 Hyperion [Avenue], wo Walt und Roy Disney 1926 die neuen Disney Studios eingerichtet haben.
    Ein grosses Manko hat die Geschichte aber - viel zu wenig Baby Herman. Der taucht auch erst auf der letzten Seite auf, einer Überleitung zur zweiten Geschichte.
    Dabei handelt es sich um eine Adaption des gleichnamigen Kurzfilms von 1989. Eine kurzweilige, sehr actionlastige und slapstickbetonte Geschichte.

    Marvel Graphic Novel: Wolverine/Nick Fury - The Scorpio Connection


    Titel: -
    Autor: Archie Goodwin
    Zeichner: Howard Chaykin
    Inker: Howard Chaykin
    Kolorierung: Richard Ory, Barb Rausch
    Lettering: Ken Bruzenak
    Cover: Howard Chaykin
    Redaktion: Gregory Wright, Mark Gruenwald
    Erscheinungsdatum: 1989
    Deutsche Fassung: Marvel Comic Exklusiv #11
    Übersetzung: Michael Nagula


    Charaktere:
    Wolverine, Nick Fury, Scorpio III, Amber d'Alexis, David Najiwarra, Dum Dum Dugan, Arcade, Ms. Locke, Rogue, Colossus, Dazzler, Hazeltine, Contessa Valentina 'Val' de Allegro Fontaine, Jake Fury (Flashback)

    Handlung:
    Ein Killer massakriert ein SHIELD-Team während eines Einsatzes, darunter David Najiwarra, einen alten Freund von Wolverine. Der legt sich gerade mit Arcade an, der ihm davon berichtet, daß David tot ist.
    Logan trifft sich mit Fury und sie tauschen Informationen aus, gehen jedoch getrennt auf die Jagd nach dem Killer. Der ist Niemand anderes als der Sohn des ersten Scorpions - Jake Fury. Mikel ist sein Name.
    Am Tatort findet Wolverine eine Spur und folgt dieser, während Mikel in der Gestalt von Scorpio eine SHIELD-Basis angreift. Diesmal ist Nick jedoch zur Stelle und es kommt zum Kampf, bei dem Mikel fliehen muss, obwohl er den Mörder seines Vaters gerne erledigt hätte.
    Später dringt Wolverine in das Anwesen von Mikels Mutter, Amber d'Alexis, ein, da die Spur zu ihr führte. Doch auch Scorpio ist zur Stelle und kann Wolverine besiegen. Allerdings kommt Nick noch rechtzeitig und kann Logan retten.
    Nick erzählt Logan, wie er Alexis kennenlernte und vorgab, mit ihr zusammen zu sein, nur um Beweise gegen sie sammeln zu können, um sie verhaften zu lassen, damit sein Bruder zur Besinnung kommen würde, der ebenfalls in sie verliebt war. Doch Jake wurde zum ersten Scorpio und beging letztendlich Suizid. Amber will sich immer noch rächen und hat Mikel darauf trainiert, daß er Nick töten soll.
    Nun arbeiten die Helden zusammen und dringen in ein anderes Anwesen von Amber ein. Doch dies war eine Falle und alle Eingänge werden verschlossen, während Betäubungsgas eindringt.
    Kurz darauf erfolgt ein weiterer Angriff gegen SHIELD seitens Scorpio, doch Überraschung - Nick und Logan sind da. Wolverine konnte das Gas überwinden und beide waren in der Lage, zu flüchten.
    Mikel entkommt auf das Dach eines Wolkenkratzers, wo Amber schon mit einem Flugzeug wartet. Logan kümmert sich um Scorpio, während Nick Amber überrumpelt. Doch die Dame kann Nick schocken, indem sie sagt, daß Mikel Nicks Sohn ist und nicht der von Jake.
    Wolverine ist zudem in Bedrängnis und Nick muss auf Scorpio schiessen, verwundet ihn aber nur. Amber hat jedoch die Chance genutzt, um die Waffe von Scorpio in ihren Besitz zu bringen. Sie schaltet Wolverine aus und will Nick töten, wobei sie auch ihren Sohn opfern würde, der mit dem Tod von Nick eh seinen Nutzen verloren hätte. Doch Logan schleicht sich von hinten an sie ran und tötet sie mit seinen Krallen.
    Scorpio versucht, mit dem Flugzeug zu verschwinden, doch Nick und Logan können es zum Absturz bringen. Mikel gibt auf und Logan verzichtet darauf, ihn zu töten, nachdem Nick ihm sagt, daß David ein Verräter war, der Scorpio über die Aufenthalte der SHIELD-Basen und -Einsätze informiert hat, nachdem er einmal während einer Beförderungsrunde übergangen wurde.

    Fazit:
    Eine Geschichte aus einer Zeit, als Wolverine noch cool war und nicht durch seine unnötige Omnipräsenz zur Nervbacke #1 wurde.
    Die Geschichte kann auch heute noch ohne Probleme mit aktuellen Geschichten mithalten. Goodwin schreibt zeitlos und Chaykins dünner Strich kommt eh nicht ausser Mode.
    Lediglich ein paar Klischees nerven, wie die plötzliche Enthüllung, daß David ein Verräter war oder Mikel bei seinem ersten Einsatz ein anderes Kostüm trug, damit niemand direkt auf Scorpio kommt.
    Dennoch eine erstklassige Geschichte.

    Marvel Graphic Novel #26: Dracula - A Symphony in Moonlight and Nightmares

    Titel: -
    Autor: Jon J Muth
    Zeichner: Jon J Muth
    Inker: Jon J Muth
    Kolorierung: Jon J Muth
    Lettering: Jon J Muth
    Cover: Jon J Muth
    Redaktion: Ann Nocenti
    Erscheinungsdatum: 1986
    Deutsche Fassung: Dracula: Symphonie des Grauens
    Übersetzung: ?


    Charaktere:
    Graf Dracula, Lucy Seward, Mina van Helsing, Abraham van Helsing, Dr. Seward, Jonathan Harker, Renfield

    Handlung:
    Dracula reist mit dem Schiff nach England und löscht nach und nach die Besatzung aus. Lucy ist besorgt um Mina, die Schlafwandlerin ist und von roten Augen redet.
    Das Schiff wird an Land getrieben und Jonathan Harker und Dr. Seward untersuchen das Wrack, finden aber nur eine an den Mast gebundene Leiche, der das Blut aus der zerfetzten Kehle tropft und sonst keine weiteren Überlebenden oder wenigstens Leichen.
    Mr. Renfield sammelt die Besitztümer von Graf Dracula ein und bringt sie ihm, gerät bei der Übergabe jedoch in die Fänge des Grafen.
    Der Graf ist bei Dr. Seward zum Essen eingeladen, wo ebenfalls Lucy und Mina sind. Er wird jedoch in seiner Eigenschaft als Arzt gerufen und als er wiederkommt, findet er Lucy bewusstlos vor und den Graf über ihr kauernd, offenbar dabei helfend, ihr wieder zu Bewußtsein zu kommen. Überraschend verschwindet der Graf daraufhin, während Mina wie verrückt kichert und nicht aufhören kann.
    Nachts verschafft der Graf sich Zugang zu Minas Zimmer und tötet sie. Lucy sucht Trost in den Armen des Grafen und verfällt ihm und sie verbringen eine Liebesnacht.
    Doch Mina ist nun eine Untote. Auf der Suche nach Opfern streift sie umher und wird bei Mrs. Renfield fündig, deren vor wenigen Tagen geborenes Kind sie in einem Blutrausch tötet. Kurz darauf taucht ihr Vater, Professor van Helsing auf und findet Mina, die auf ihn wartet. Sie hat fragwürdige Dinge getan und van Helsing hilft ihr, ihre Seele zu retten, indem er sie pfählt und ihr untotes Leben beendet.
    Während Renfield ihm noch hinterruft, daß er Dracula nie finden wird, macht sich van Helsing auf die Jagd nach dem Grafen, während Renfield sich umbringt, was Dr. Seward daran hindert, van Helsing zu unterstützen. Der Professor findet den Vampir zwar und es kommt zum Kampf, doch van Helsing unterliegt und verliert sein Leben auf brutale Weise.
    Dracula und Lucy, die den Grafen "verzaubert" hat, verbringen eine weitere Liebesnacht miteinander.
    Doch der liebestrunkene Graf ist unvorsichtig und vergisst, sich vor der Sonne in Sicherheit zu bringen und so vergeht er im Morgengrauen.

    Fazit:
    Keine Adaption des Romans von Bram Stoker, sondern eine starke Abweichung. Zwar tauchen noch viele Charaktere aus dem Roman auf, aber teilweise in anderen Rollen. War es im Roman Lucy, die über viele, viele Seiten hinweg Dracula zum Opfer fiel, so ist es hier Mina, die zudem über Lucys Schlafwandlerei verfügt. Natürlich stirbt auch van Helsing im Roman nicht und auch Mina kommt mit knapper Not davon und genausowenig ist sie van Helsings Tochter.
    Dennoch strickt Muth hier eine Geschichte, die durchaus mit dem Roman mithalten kann, was die Atmosphäre betrifft. Natürlich ist die Geschichte nicht so tiefgehend wie der Roman, so daß hier die Bösartigkeit des Grafen nie richtig zur Geltung kommt (man fühlt sich eher an die Romane von Anne Rice erinnert), dafür gibt es aber zwei sehr erotische Liebesszenen, die allerdings auch sehr schwülstig daherkommen.
    Doch bei allem muss man bedenken, daß man es hier nicht mit einem klassischen Comic zu tun hat, sondern mit einem Mix aus Comic und Text, wobei die Bilder nicht das geschriebene Wort unterstützen, sondern eigene Passagen (wie den Tod von Mina) bilden. Muth verwendet hier zwar auch das Mittel des Romans, die Handlung über Briefe und Tagebucheinträge zu vermitteln, verzichtet aber nicht auf Prosa oder gar Dialog wie aus einem Theaterstück.
    Die wunderbaren Aquarellzeichnungen unterstützen in ihrer Aussagekraft die Wirkung der Geschichte nur umso mehr und insgesamt handelt es sich hier um ein hervorragendes Stück (Comic)Kunst.

    Marvel Graphic Novel: Ax

    Titel: -
    Autor: Ernie Colón
    Zeichner: Ernie Colón
    Inker: Ernie Colón
    Kolorierung: Ernie Colón
    Lettering: Ernie Colón
    Cover: Ernie Colón
    Redaktion: Sid Jacobson
    Erscheinungsdatum: 1988
    Deutsche Fassung: -
    Übersetzung: -


    Charaktere:
    Ax, Elizar, Alia Crunz, Adana, Sulla, Keni'a, Jiann, Senatorin Dian, Senator Kassimi

    Handlung:
    Zwei Männer in Raumanzügen landen mit ihrem Raumschiff in einem Dorf, finden Ax und ziehen wieder ab, da sie nur zum observieren da sind.
    Am anderen Morgen taucht ein Abgesandter des Königs, Elizar, auf und verurteilt einen alten Mann namens Alia Crunz zum Tode wegen Wilderei. Da Alia zudem Ax' Lehrmeister ist, will der dies natürlich verhindern und stellt sich den Männern des Abgesandten entgegen. Er wird jedoch ausgeschaltet und verhaftet.
    Unterdessen bekommen die zwei Austronauten von der Senatorin eine Standpauke, da Ax ihre einzige Hoffnung ist und diesem nichts passieren darf, da sonst die Untermenschen, ein Stamm Eingeborener, siegen würden. Zudem werdrn weitere Raketen gezündet, um die Untermenschen im Zaum zu halten.
    Ax steht vor dem König und der Königin, aber als er erfährt, daß Alia hingerichtet wurde, zeigt sich eine übernatürliche Macht in ihm und der Abgesandte lässt sein Messer fallen, will sich gar selbst umbringen. Dies verhindert Ax jedoch.
    Unterdessen ältert das moderne Volk immer mehr und immer schneller und es geht der Befehl raus, die Untermenschen zu eliminieren.
    Einer der Astronauten dringt ins Schloß ein und will Ax dazu bringen, mit ihm zu kommen, da er der Auserwählte ist. Wenn nötig auch mit Waffengewalt. Ax wehrt sich jedoch, allerdings wird der König schwer verletzt. Der Junge folgt dem Astronauten und mit Hilfe einer Maschine erfährt er die Wahrheit - daß es einen Krieg der Menschen und der Untermenschen gibt. Erstere Partei hat einen der Untermenschen erschossen und wurde daraufhin mit einer Seuche infiziert, die sie ältern lässt.
    Da Ax der Erlöser ist, wird er wie ein König behandelt, während die sogenannten Untermenschen dank der Raketen in einer Feuersbrunst vergehen.
    Das Königspaar will unterdessen an Ax' Dorf ein Exempel für dessen Taten statuieren, aber Elizar tötet beide und übernimmt den Thron.
    Da der Astronaut vor Ax' Augen Selbstmord begeht, kehrt der Junge in sein Dorf zurück, wo die Untermenschen aus den Statuen der Ältesten neu entstanden sind, während die anderen Menschen von der Seuche dahingerafft wurden.

    Fazit:
    Eine sehr unterhaltsame, schön gezeichnete, aber doch recht sprunghafte Geschichte, bei man manchmal Schwierigkeiten hat, ihr zu folgen und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich tatsächlich alles verstanden habe, zumal die Geschichte auf mehreren Ebenen funktioniert.
    Zum einen ist das die Abenteuergeschcihte um Ax, die bis in den fernen Weltraum geht und dann der Krieg zwischen zwei Völkern.
    Letzteres kann man aber auch als Spiegelbild für die Unterdrückung eingeborenen Stämmen sehen, da die "Untermenschen" an die Aborigines oder afrikanische Stämme erinnern und ebenso von den "zivilisierten" Menschen gejagt und vertrieben wurden.
    Auch wird viel angedeutet, aber nichts erklärt. Woher hat Ax z.B. seine Kräfte? Wer oder was ist er genau? Leben alle drei Völker auf dem gleichen Planeten, aber nur auf unterschiedlichen Ebenen?

    Mittwoch, 1. März 2006

    Backlash/Spider-Man #2


    Titel: -
    Autoren: Sean Ruffner, Brett Booth
    Zeichner: Brett Booth
    Inker: Tom McWeeney
    Kolorierung: Jessica Ruffner, Wildstorm FX
    Lettering: Chris Eliopoulos
    Cover: Brett Booth
    Redaktion: Mike Heisler
    Erscheinungsdatum: 10/1996
    Deutsche Fassung: -
    Übersetzung: -



    Charaktere:
    Spider-Man (Ben Reilly), Venom, Backlash, Taboo, Pike

    Handlung:
    Venom bemerkt, daß Taboo doch nicht den gleichen Symbiontentyp hat und Taboo erzählt ihm, daß Pike ihn reingelegt hat, da dieser zu feige ist, sie alleine zu erledigen.
    Mit einem Spürsender, der aus einem Stück des Symbionten gebaut wurde, der beim Kampf zurückgeblieben ist, machen sich Spidey und Backlash auf die Jagd nach Venom und Pike.
    Sie finden die beiden und es kommt zum Kampf. Venom ist zwar ziemlich sauer, daß Pike ihn belogen hat, will aber auch den Teil seines Symbionten wiederhaben. Den verleibt sich jedoch Pike ein und wird dadurch zu einer ernsten Bedrohung. Selbst die drei Helden können ihn mit der Hilfe von Venom nicht besiegen.
    Da hat Spidey jedoch die rettende Idee. Da sie in einer Kirche sind und er eine Glocke gesehen hat, locken sie Pike in die Reichweite dieser, um sie läuten zu lassen. Der Symbiont weicht von Pike und verbündet sich wieder mit Eddy.
    Allerdings kann Pike entkommen, indem er eine Granate wirft. Auch Spidey und Venom nutzen die Verwirrung, um sich abzuseilen.

    Fazit:
    In dieser Ausgabe, die im Vergleich zur #1 etwas schwächelt, steht leider nur noch die Action im Vordergrund und eine Plotentwicklung ist kaum mehr vorhanden.
    Dennoch unterhält der Actionteil recht gut, auch wenn sich ein Logikfehler eingeschlichen hat, da Venom trotz Schallwellen einfach das Stück des Symbionten wieder an sich nehmen kann.

    Backlash/Spider-Man #1


    Titel: -
    Autoren: Sean Ruffner, Brett Booth
    Zeichner: Brett Booth
    Inker: Tom McWeeney, Al Vey
    Kolorierung: Jessica Ruffner, Wildstorm FX
    Lettering: Chris Eliopoulos
    Cover: Brett Booth
    Redaktion: Mike Heisler
    Erscheinungsdatum: 08/1996
    Deutsche Fassung: -
    Übersetzung: -



    Charaktere:
    Spider-Man (Ben Reilly), Venom, Backlash, Taboo, Pike

    Handlung:
    Während Ben Reilly einer Frau das Leben rettet, dringt Pike in eine Basis von P.S.I. ein und tötet die Arbeiter, da die ihm nicht sagen wollen oder können, wo Backlash und Taboo sind. Allerdings wird er abgelenkt, da Venom auftaucht, der ebenfalls nach Taboo sucht, da er sie aufgrund ihrer Symbionten für einen Abkömmling von Carnage hält. Pike unterliegt Venom, aber der weiß, wie man an Taboo rankommen könnte. Also arbeiten die zusammen.
    Während Backlash später den Fall untersucht, besucht Taboo das Grab ihrers Vaters. Dort gelingt es Venom, sie zu entführen. Allerdings weiß die gute Dame sich zu wehren. Durch den entstehenden Kampf wird Spidey auf die beiden aufmerksam und kommt Taboo zur Hilfe. Doch da ist ja noch Pike, der ein Baby samt Kinderwagen vor eine Bus schiebt, um Spidey abzulenken. Er und Venom überwältigen Taboo und entkommen mit ihr.
    Backlash taucht auf und trifft auf Spidey. Da dieser sich erst wenig hilfsbereit zeigt (Backlash Daten über Spider-Man basieren auf denen von Peter Parker, Benn KANN ihm einfach nicht weiterhelfen), kommt es zu einem Mißverständnis und einer kleinen Auseinandersetzung. Letztendlich raufen sich die beiden aber natürlich zusammen, um Taboo zu befreien.

    Fazit:
    Eins der besseren Crossover. Natprlich entstand auch dieses in den 90ern, also einer Ära, wo Qualität an zweiter Stelle stand. Trotzdem gelingt es Ruffner und Booth, eine spannende, actionreiche Geschichte abzuliefern, die sehr viel Spaß macht. Zudem handelt es sich auf um eins der seltenen Crossover mit Ben Reilly.
    Zeichnerisch ist das Heft ebenfalls sehr gut, Booth zeichnet dynamisch und dennoch detailliert.
    Natürlich ist es ein bißchen weit hergeholt, daß Venom gerade Taboo jagt, denn es ist doch überhaupt keine "Familien"ähnlichkeit vorhanden.
    Dreist ist aber auch, wie sehr Pike von Deadpool abgekupfert ist.

    The Punisher meets Archie #1

    aka. "Archie meets the Punisher #1" (Archie Comics)


    Titel: When Worlds collide
    Autor: Batton Lash
    Zeichner: John Buscema, Stan Goldberg
    Inker: Tom Palmer
    Kolorierung: Barry Grossman
    Lettering: Jack Morelli
    Cover I: John Buscema, Stan Goldberg
    Cover II: Stan Goldberg
    Redaktion: Don Daley, Victor Gorelick
    Erscheinungsdatum: 08/1994
    Deutsche Fassung: -
    Übersetzung: -



    Charaktere:
    Archie Andrews, The Punisher, Micro Chip, Jughead Jones, "Red" Fever, Pop Tate, Binky, Buzzy, Betty Cooper, Veronica Lodge, Reggie Mantle, Sabrina (Cameo), Katy Keene (Cameo), Millie the Model, Josie McCoy, Valeria Brown, Leroy, Melody Valentine, Svenson, Mr.Weatherbee, Scooter, Sgt.Pansky, Ernie, Willie, Algie, Andy, Ms.Beazley, Prof.Flutesnoot, Miss Grundy, Dilton Doiley, Coach Kleats, Moose Mason, Coach Clayton, Hiram Lodge, Fred Andrews, Mary Andrews, Chuck Clayton, Wolverine (Cameo)

    Handlung:
    Der Punisher jagt einen Schurken namens "Red" Fever, der jedoch entkommt und nach Riverdale, Archies Heimatstadt, flieht. Zu dumm, daß er auch noch wie Archie aussieht.
    Frank fragt sich unterdessen durch, wo Red geblieben sein kann und zusammen mit Microship folgt er ihm. Red freundet sich unterdessen mit Veronica und ihrer Familie an und es gelingt ihm auch, ihr Date auf einer Schulfeier zu werden.
    Doch noch zwei andere düsteren Gesellen, Binky und Buzzy, jagen Red und denken, Archie wäre eben dieser. Deshalb entführen die ihn und Jughead gleich mit.
    Doch der Punisher jagt ihnen hinterher und befreit ihn. Die beiden Teens können fliehen, da der Punisher abgelenkt wird.
    Archie ruft unterdessen die Polizei, aber man glaubt ihm nicht. Die Gangster haben währenddessen Verstärkung angefordert und man hat erfahren, daß Red auf der Schulfeier ist. Also verschafft man sich getarnt Zutritt dorthin.
    Auch Archie und seine Freunde sind auf der Feier, genau wie der Punisher. Als Red Frank entdeckt, dreht er durch und auch die Gangster schlagen zu. Allerdings werden die von Frank ausgeschaltet.
    Red kann jedoch mit Veronica entkommen. Er verlangt Lösegeld, aber Veronica kann mit einem Trick ihren Aufenthaltsort verraten und Frank und Archie machen sich auf den Weg. Sie finden Red und können ihn stellen. Er wird der Polizei übergeben.
    Frank sieht zu, daß er aus Riverdale abhaut, nächste Haltestelle: Gotham City!
    An anderer Stelle spuckt Cerebro jedoch die Info aus, daß Jughead der gefährlichste Mutant der Welt wäre und Wolverine macht sich auf die Suche nach ihm.

    Weitere Inhalte:
  • Einleitung "Archie meets the Punisher" von Victor Gorelick (1 Seite)

  • Einleitung "The Punisher meets Archie" von Tom DeFalco (1 Seite)

  • Charakterprofile "Punisher" und "Archie" (1 Seite)

  • Pin-Up "Archie meets the Punisher" von Stan Goldberg

  • Pin-Up "Archie meets the Punisher" von John Buscema und Stan Goldberg


  • Fazit:
    Man kann wohl zurecht sagen, daß dies das seltsamste Crossover ist, das jemals erschienen ist. Der kaltblütige Punisher trifft auf die heile Welt von Riverdale. Alleine der Gedanke!
    Dennoch hat Batton Lash ein recht nettes Abenteuer abgeliefert, welches gut unterhält und natürlich zudem von den grandiosen Zeichnungen von Buscema und Goldberg lebt.
    Natürlich hat man auch einige Anspielungen eingebaut. So heisst ein im Comic auftauchender Comicshop "Pep" in Anspielung an "Pep Comics", der Serie, wo Archie (und viele andere Figuren wie The Shield) ihren ersten Auftritte hatte.
    Dann gibt es noch Luftballon in der Form von Shield und Sonic the Hedgehog, beides Serien, die Archie Comics veröffentlicht.
    Und die Anspielung, daß es jetzt nach Gotham City geht, war wohl eine Anspielung auf "Batman/Punisher: Lake of Fire" und "Punisher/Batman: Deadly Knights", in dem Frank auf den Azrael-Batman und Bruce getroffen ist und die ein Monate später erschienen sind.

    Das sagte Nuff! #3


    Autor: Daniel Wamsler
    Cover: Gene Colan
    Verlag: Bargeld/Interessengemeinschaft Superhelden Comics OV Schwäbisch Gmünd
    Erscheinungsdatum: 02/2006








    Inhalt:
    Diesmal sieht "Nuff" etwas ungewohnt aus, da Daniel keine Kosten und Mühen gescheut hat, um die dritte Ausgabe im "Hit Comics"-Look zu präsentieren. Für die Leser, die aber ihre Hefte lieber einheitlich einsortieren, gibt es auch ein Wendecover mit der bisherigen Gestaltung.

    Der Rest ist die übliche Mischung aus detaillierten Berichten und raren Abbildungen.

    Gleich im Vorwort geht es los, da dies nämlich keins ist, sondern ein Abdruck einer Mitteilung des Verlegers Klaus Recht zum Endes des Bildschriftenverlags und der Geburt von Williams aus "Der Neue Vertrieb". Wer von uns Normalsterblichen hat das wohl schon mal zu Gesicht bekommen (1 Seite)?

    Zur Eröffnung widmet sich der Autor einer der Serien, bei der die wenigsten wissen dürften, daß es sich um eine Serie mit Marvelmaterial (und solchem von DC) handelt - die "Sheriff Klassiker" (4 Seiten).

    Im Anschluß versucht Daniel, etwas Verwirrung in das glasklare Veröffentlichungssytem von "Hit Comics" zu bringen (2 Seiten).

    Es folgt ein Bericht über den Druckverbund zwischen Deutschland, Holland, Dänemark, Schweden und Finnland (3 Seiten).

    Ein guter Tip für unwissende Käufer ist ein Vergleich von "Hit Comics" #1 im Original und dem Panini-Nachdruck aus "Spider-Man Komplett" #4 (1 1/2 Seiten).

    Die Krönung kommt aber jetzt - ein Exklusivinterview mit Altmeister Gene Colan auf ganzen 4 Seiten (plus 2 Seiten mit ganzseitigen Abbildungen).

    Dann widmet man sich einer Figur, die es bei BSV und Williams recht schwer hatte - Captain America. Auf 7 Seiten gibt es eine Einführung zu der Figur, wie auch eine ausführliche Checkliste mit den wenigen Silver Age Auftritten des Captains.

    Es folgt der erste Teil eines Abrisses über "Daredevil", dem Mann ohne Furcht, passend zum Interview mit Colan. Fünf Seiten plus zahlreiche Abbildungen.

    Auf ca. einer Seite berichtet Daniel dann vom vermutlichen ersten Auftritt des Sub-Mariners in der Reihe "Motion Pictures Funnies Weekly", worauf eine DD-Checklist folgt, die 5 1/2 Seiten für sich beansprucht.

    Zwei neue Rubriken sind zudem erstmalig in diesem Heft vorhanden - News (2 Seiten) und, ganz klassisch, Leserbriefe (2 1/2 Seiten), wo man auch den seltenen Marvel-Pass betrachten kann, von dem zwei Leser Fotos geschickt haben.

    Beilagen gibt es diesmal auch in Form von zwei Flyern. Die stellen sich bei näherer Betrachtung jedoch "nur" als Eigenwerbung heraus, da Daniel einige Dubletten verkauft. Wenigstens kommt der geneigte Leser so in den Genuß von weiteren holländischen Coverabbildungen.

    Fazit:
    Erneut Infos en masse und vorallem die seltenen Fotos lassen einen gerne 7,- € für das Heft ausgeben. Das Flipcover ist ein gelungener Gag und auch die Leserbriefe sind eine schöne Einrichtung. Hier sollte Daniel allerdings unbedingt eine andere, besser lesbare Schriftart verwenden.