Samstag, 3. September 2005

Wolverine: Evilution

Titel: Evilution
Autorin: Ann Nocenti
Zeichner: Mark Texeira (Layouts), John Royle
Inker: Philip Moy, Andrew Pepoy
Kolorierung: Monica Bennett
Lettering: Dave Sharpe
Cover: John Royle
Redaktion: Suzanne Gaffney
Erscheinungsdatum: 09/1994
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Wolverine, Boom Boom, Jimmy, Red Watr Fall

Handlung:
Ein Alptraum ruft Wolverine in eine Kleinstadt. Dort regiert eine Jugendgang, die es sich um Ziel gemacht hat, die Menschheit technologiefrei werden zu lassen. Dafür erweckt ihr Anführer, Jimmy, einen wütenden Geist.
Es gelingt der Gang, Boom Boom, die sich ebenfalls in dieser Stadt aufhält, zu entführen und während ein Freund von Jimmy mal eben nach Berlin fliegt und den Speer des Schicksals aus einem Berliner Museum klaut und zurückbringt, wollen sie Tabitha opfern.
Wolverine hat unterdessen mit einem alten indianischen Medizinmann Freundschaft geschlossen und gemeinsam versuchen sie, Boom Boom zu retten.
Die Gang wird ausgeschaltet, aber Wolverine sieht sich dem Geist gegenüber. Dank des Speers ist dieser aber kein Problem und die Gefahr gebannt.

Fazit:
Was. Für. Ein. Müll.
Ann Nocenti war ja mal dafür bekannt, daß sie gute Comics (man denke nur an ihren hervorragenden Run bei Daredevil) geschrieben hat, aber diese Öko-Trip-Story ist einfach nur strunzdoof und vorallem völlig zusammenhanglos.
Die Charaktere bleiben vollkommen eindimensional, die Geschichte springt munte hin und her und alles liest sich so unausgegoren.
Die Zeichnungen sind nicht schlecht - guter 90er-Jahre Stil, aber was sollen diese komischen Wolverine Posing-Panels am unteren Bildrand?
Wie konnte so ein Mist jemals veröffentlicht werden?!

Blood and Glory #3 (Punisher/Captain America)

Titel: Establish the Blessings of Liberty
Autoren: D.G. Chichester, Margaret Clark
Zeichner: Klaus Janson
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: Judy Johnson, Sherilyn van Valkenburgh
Lettering: John Workman
Cover: Klaus Janson
Redaktion: Ralph Macchio
Erscheinungsdatum: 12/1992
Deutsche Fassung: Captain America TB #25
Übersetzung: Michael Nagula



Charaktere:
Captain America, Punisher, Colonel Kalee, Roger Mollech, Angela Stone, Miguel Alfredo Navatilas, Terror

Handlung:
Captain America wird gefoltert, doch der Punisher befreit ihn und macht mit seinen Peinigern kurzen Prozess.
Terror taucht auf und nimmt einem der Sterbenden das Auge ab, bevor er wieder geht.
Mollech verrät unterdessen Navatilas und leitet die Invasion von Medisuela ein.
Terror trifft sich unterdessen mit diesem und will ihm Informationen geben 8die er aus dem Auge des Toten sieht), doch nicht umsonst. Der General winkt ab und Terror geht, nachdem er er Navatilas Wachen niedegemetzelt hat.
Kalee und seine Männer greifen die Hauptstadt des kleinen Landes mit Hubschraubern an und Cap und Punisher haben genug damit zu tun, sie aufzuhalten.
Es kommt zum Zweikampf zwischen Cap und Kalee, bei dem der Bösewicht natürlich unterliegt.
Zwei von Kalees Männern haben unterdessen Navatilas umgebracht, doch eine Begegnung mit Frank verläuft für sie ebenfalls tödlich.
Da taucht Terror erneut auf und bietet den beiden an, ihnen zu sagen, wer die Hintermänner sind. Steve willigt ein.
Cap kann das Flugzeug von Mollech noch stoppen. Stone läuft jedoch weg. Sie begegnet allerdings Frank und hat damit ihr Leben verwirkt.
Cap vermöbelt unterdessen Mollech und droht scheinbar, die Kontrolle zu verlieren. Doch er tut nur so. Mollech weiß dies jedoch nicht - und auch nicht der Punisher.
Und so ist es Frank, der Steve darum bittet, aufzuhören, da Cap diese Grenze zum töten nicht überschreiten will, da man nie wieder zurückkehren kann.
Mollech zieht unterdessen seine Waffe. Frank bemerkt dies und schiesst ihm "nur" die Kniescheibe weg. Vielleicht ist es doch noch nicht zu spät für ihn.
Später treffen sich die beiden noch auf einem Militärfriedhof. Frank ist vom Mordverdacht freigesprochen worden und Frank gibt Cap seine Verdienstmedaille, die er in Vietnam bekommen hat mit den Worten, daß "sie ihn dort hätten brauchen können." Am Ende salutieren sie sich beide gegenseitig.

Fazit:
Diese Ausgabe ist völlig auf Action ausgelegt. Der Punisher und Cap arbeiten gut zusammen. Zu gut. Irgendwie ist es einfach nicht glaubwürdig. Vorallem die Schlußszene, so schön sie auch ist, ist einfach übertrieben.
Völlig dämlich ist der Auftritt von Terror, der keinen grossen Sinn macht oder irgendeine Bedeutung hat. Wollte man da künstlich eine Figur pushen?
Janson zeichnet wieder sehr gut, aber das das Cover auch im Innenteil vorkommt, finde ich schon etwas schwach.
Insgesamt eine eher etwas durchwachsene Miniserie. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Blood and Glory #2 (Punisher/Captain America)

Titel: Eternal Vigilance
Autoren: D.G. Chichester, Margaret Clark
Zeichner: Klaus Janson
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: Sam Otis
Lettering: John Workman
Cover: Klaus Janson
Redaktion: Ralph Macchio
Erscheinungsdatum: 11/1992
Deutsche Fassung: Captain America TB #25
Übersetzung: Michael Nagula



Charaktere:
Captain America, Punisher, Colonel Kalee, Roger Mollech, Angela Stone, Miguel Alfredo Navatilas, Theopoulos, Nick Fury

Handlung:
Captain America wird ins Krankenhaus eingeliefert und mit Hilfe von Nick Fury gilt Cap als tot. Es gibt sogar ein öffentliches Begräbnis.
Der Punisher trifft sich unterdessen mit einem Informanten, der ihm davon erzählt, daß sichergestellte Drogen aus der Aservatenkammer entwendet und wieder in Umlauf gebracht wurden.
Unterdessen planen Mollech, Stone und Kalee Navatilas zu erledigen.
Frank verabschiedet sich von seinem Informanten, der umgehend von Theopoulos, einem von Kalees Männern angegriffen und lebensgefährlich verletzt wird. Ausserdem sind nun ein paar Killer auf Motorrädern hinter dem Punisher her.
Doch da kommt Cap und rettet Franks Informanten und macht sich an die Verfolgung.
Frank gerät unterdessen in eine tödliche Falle, aus der Steve ihn aber in letzter Sekunde retten kann. Gemeinsam verfolgen sie Theopoulos und Frank tötet ihn.
Danach kommt es zur Aussprache zwischen Frank und Steve und beide geben ihre Informationen weiter, woraufhin sie nach einer kurzen verbalen Auseinandersezung beschliessen, zusammenzuarbeiten.
Sie finden heraus, daß die D.I.A. mit Navatilas unter einer Decke steckt und sie fliegen nach Medisuela.
Doch Stone kam ihnen auf die Schliche, informiert Mollech und die beiden Helden geraten in einen Hinterhalt. Eine Bombe geht hoch und Cap konnte Frank gerade noch sein Schild zuwerfen, welches ihn geschützt hat.
Steve gerät in Gefangenschafft und soll getötet werden. Aber Frank ist noch frei...

Fazit:
Die Story macht sich. Zwar ist es sehr unrealistisch, daß zwei Helden mit so unterschiedlichen Ansichten so gut zusammenarbeiten, aber manches muss man einfach ignorieren. Die Story wird jetzt relativ spannend, ist aber auch etwas klischeehaft, da die Bösen wieder einmal gegeneinander intrigieren, anstatt zusammenzuhalten.
Zeichnerisch geht's aber auch abwärts, Jansons Zeichnungen sind nicht mehr so gut, wie im ersten Teil.

Blood and Glory #1 (Punisher/Captain America)

Aus der Abteilung "ungewöhnliche Crossover" kommt diese 3teilige Miniserie im Prestigeformat daher.

Titel: We the People...
Autoren: D.G. Chichester, Margaret Clark
Zeichner: Klaus Janson
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: John Wellington
Lettering: James Novak
Cover: Klaus Janson
Redaktion: Ralph Macchio
Erscheinungsdatum: 10/1992
Deutsche Fassung: Captain America TB #25
Übersetzung: Michael Nagula



Charaktere:
Captain America, Punisher, Slick, Colonel Kalee, Roger Mollech, Angela Stone, Miguel Alfredo Navatilas

Handlung:
Captain America ist am Hafen und will ein paar Waffenhändler aufhalten. Einer von ihnen hat einen Raketenwerfer und feuert zweimal auf Cap. Beim dritten Mal explodiert die Waffe. Dies macht Cap stutzig und er will einen der überlebenden Verbrecher befragen, als Colonel Kalee und seine Truppe von der D.I.A. eintrifft und "zufällig" verhindert, daß Steve den Gangster befragen kann.
Später geht der Punisher wieder auf Jagd und legt sich mit einigen Gangster an - darutner der Mann, den Cap eigentlich dem Gesetz überlassen hat - Slick!
Slick schafft es, mit einem Hubschrauber zu entkommen, dem ihn seine politischen Freunde geschickt haben. Doch Frank gibt nicht auf und holt den Vogel vom Himmel, der in eine U-Bahn Station kracht. Slick springt auf eine Bahn auf und es kommt zum Kampf mit dem Punisher, der ihm gefolgt ist. Frank tötet Slick und verschwindet.
Unterdessen trifft sich Angela Stone, Assistentin des Justizministers Roger Mollech mit dem gefüchteten Diktatur Navatilas, der mit eiserner Faust über das Land Medisuela herrscht. Sie gibt ihm Geld, um ihre Interessen zu schützen.
Cap forscht derweil nach, da ihm das Versagen des Rakenwerfers komisch vorkam. Die Waffe wurde gezielt manipuliert. Er bringt auch in Erfahrung, daß Kalee zwar wie versprochen die Waffen unter Verschluß gebracht hat, sie aber auch umgehend wieder mitgenommen hat. Er macht Kalee ausfindig und findet weitere, manipulierte Waffen. Als er jedoch entdeckt wird, muss er fliehen.
Kalee informiert umgehend seine Kontaktperson - Angela Stone. Die schafft es mit einem gekonnten Trick, den Punisher zu engagieren und auf Captain America zu hetzen.
Fank lauert Steve auf und feuert mehrmals auf ihn!

Fazit:
Chichester und Clark bewegen sich mit ihrer Geschichte in Richtung Verschwörungskomplott - eigentlich keine schlechte Sache, aber die Story leidet unter den elendlangen und nichtssagenden inneren Monologen, die einfach nur nerven und den Lesegenuß erheblich mindern. Er im letzten Drittel fängt sich das Script, da man weitestgehend auf diese kohärenzlosen Monologe verzichtet.
Nichts zu meckern gibt es bei den Zeichnungen - Klaus Janson liefert eine gewohnt gute Arbeit ab, die irgendwo zwischen John Romita jr. und Bill Sienkiewicz anzusiedeln ist.

Thor #6 (Vol. 2)

Titel: What's a God to do?
Autor: Dan Jurgens
Zeichner: John Romita Jr.
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Richard Starkins, Wes Abbott
Cover: John Romita Jr.
Redaktion: Tom Brevoort
Erscheinungsdatum: 12/1998
Deutsche Fassung: Thor (Vol. 1) #3
Übersetzung: Reinhard Schweizer



Charaktere:
Thor, Loki, Odin, Marnot, Captain America, Herkules

Handlung:
Thor und Loki spielen als Kinder in Asgards Hallen. Dabei werden sie auf einen Kriegsrat aufmerksam. Während Thor nicht zuhören will, ist Loki neugierig. Als sie sich noch streiten, ob sie nun zuhören sollten oder nicht, schubst Loki Thor vom Balkon herunter, so dass er direkt vor Odins Füßen landet. Loki freut sich, weil er glaubt, dass Thor bestraft wird. Doch sanftmütig vergibt ihm Odin.
Da schreckt Jake Olson aus seinem Traum hoch. Er denkt, dass die Gefahr, die damals schon einmal Asgard bedrohte, nun Asgard zum Verhängnis geworden ist.
Während sich Jake zu erinnern versucht, erscheint ihm Marnot, der ihn an seine Pflichten als Mensch erinnert. Thor sieht sich in der Pflicht und will sein Wort halten.
Er fliegt los, um den Termin Jakes zu halten. Es handelt sich um eine Ehrung, die zu seinem Erstaunen Captain America vornimmt.
Anschließend trifft er Hannah und ihre Tochter. Dabei outet er sich als Laie. Er verwechselt die New York Giants mit den Eisriesen, was Dr. Jane Foster nicht verborgen bleibt. Sie lässt Thor etwas über Jake Olson ausrichten, falls er noch einmal die Rächer trifft.
Derweil ist Herkules in New York aufgetaucht und gibt ein wenig an. Thor trifft ihn und bittet mit Zeus reden zu dürfen. Er erhofft sich von ihm Informationen über Asgard. Doch Herklues wird wütend und geht auf Thor los. Thor revanchiert sich, was Herkules gefällt. Gemeinsam fliegen sie zum Olymp, der zu ihrem Entsetzen in Trümmern liegt.

Fazit:
Jurgens bleibt seiner Linie treu. Er geht zunächst auf Thors Leben als Jake Olson ein. Wunderbar ironisch ist beispielsweise erzählt, wie Captain America Jake Olson ehrt. Ebenso die Schlägerei zwischen Thor und Herkules, die Herkules fast nur so zum Spaß beginnt, erscheint wie eine Anleihe aus den guten, alten Mantel-und-Degen-Filme.
Erst ganz am Ende kehrt Jurgens zu seinem roten Faden zurück und lässt Thor und Herkules auch den Olymp in Trümmern vorfinden.
Gut gelungen ist auch, Jakes Traum, in dem er sich und Loki als Kinder sieht, die schon einmal Zeuge einer ähnlichen Bedrohung Asgards wurden. Dabei glaube ich nicht, dass es Zufall ist, dass Marnot genau in dem Moment auftaucht, als sich Jake zu erinnern versucht.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Thor #5 (Vol. 2)

Titel: Heroes
Autor: Dan Jurgens
Zeichner: John Romita Jr.
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Richard Starkins, Wes Abbott
Cover: John Romita Jr.
Redaktion: Tom Brevoort
Erscheinungsdatum: 11/1998
Deutsche Fassung: Thor (Vol. 1) #3
Übersetzung: Reinhard Schweizer



Charaktere:
Thor, Peter Parker, Ding, Jane, Keith Kincaid, Hannah, Demitrius, Chucky, Perrikus, Zelia

Handlung:
In einer Radio-Morgen-Show wird Thor als Schwindler und Hochstapler „entlarvt“. Ein Radiomoderator zieht dabei über Thor, was das Zeug hält und vermischt Dichtung und Wahrheit. Peter Parker und das Ding hören dieser Sendung beim Aufstehen eher gelangweiolt oder gar nicht zu.
Wieder verwandelt sich Thor in Jake Olson, der ihm immer noch fremd ist. Da sieht Jake Olson Jane, die er flüchtig kennt, aber dennoch sofort anspricht. Als dann allerdings ihr Mann auftaucht, zieht sich Jake zurück, der sich eigentlich Jane anvertrauen wollte.
Keith bezeichnet Jake Olson als Spinner, was ihn aber nicht verwundert, da die Sanitäter unter Verdacht stehen, Drogen zu stehlen. Da kommt Hannah hinzu, die darüber mehr erfahren möchte.
Unterdessen werden Jake Olson und Demitrius zu einem Einsatz gerufen. Auf dem Weg zu ihrem Einsatz hören auch sie den seltsamen Enthüllungsbericht im Radio.
Als Jake Olson und Demitrius bei ihrem Patienten ankommen, sind sie sich nicht sicher, ob es sich um einen Herzinfarkt oder einen Verschluss des Kehlkopfes handelt. Über seine Befugnisse hinausgehend, entschließt sich Jake zu einem Kehlkopfschnitt. Jakes schwache Vermutung stellt sich als richtig heraus. Mit dem Legen der künstlichen Luftröhre wird er Mann überleben.
Unterdessen hat sich ein Mann Zutritt zu dem Radiosender verschafft und betritt das Studio. Mit einer Pistole bedroht er Chucky und bezeichnet ihn als Freund Lokis.
Zufällig hört Jake Olson von der Geiselnahme. Als Thor begibt er sich auf seinen Weg.
Unterdessen hat Chucky Angst um sein Leben und bezeichnet seine Sendung als Spaß. Thor trifft ein und bereitet der Geiselnahme ein schnelles Ende. Dabei verändert Mjolnir nicht nur seine Form, sondern kehrt auch gegen Thors Willen nicht direkt zu ihm zurück. Chucky versucht Thor zu überreden, für den Sender Werbung zu machen. Thor entfacht einen leichten Wind, der Chuck4 zum Vergnügen aller Anwesenden als Toupetträger entlarvt.
In Asgard feiern Perrikus und Zelia die Inbesitznahme Asgards.

Fazit:
Jurgens weicht hier etwas vom bisherigen roten Faden, dem Verschwinden der Asen, ab. Er widmet sich vielmehr dem Innenverhältnis von Thor zu Jake Olson. Thor hat nach wie vor Schwierigkeiten, immer wieder in die Rolle Jakes zu schlüpfen. So tut er dies auch nur, um sein Versprechen zu halten. Doch Thors Charakter beherrscht natürlich auch Jake. Anders ist wohl der Luftröhrenschnitt nicht zu erklären. Jurgens will hiermit bestimmt Jake Olson neu ausrichten.
Klar wird aber auch, dass Perrikus und Zelia Asgard erobert haben. Unklar ist noch das Schicksal der Asen.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Thor #4 (Vol. 2)

Titel: From the Ashes
Autor: Dan Jurgens
Zeichner: John Romita Jr.
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Richard Starkins, Wes Abbott (?)
Cover: John Romita Jr.
Redaktion: Tom Brevoort
Erscheinungsdatum: 10/1998
Deutsche Fassung: Thor (Vol. 1) #2
Übersetzung: Reinhard Schweizer



Charaktere:
Thor, Prinz Namor, Sedna, Adva, Perrikus, Hannah, Demitrius

Handlung: Während sich Perrikus und Adva das verlassene Asgard anschauen, will Sedna Thor zu ihrem Gefährten machen. Doch da er schon lange ohne Mjolnir ist, verwandelt er sich in Jake Olson zurück, was von Sedna zunächst unbeobachtet bleibt. Schließlich rettet ihn Prinz Namor aus den Fesseln Sednas. Jake Olson will nur noch sein Leben retten und schwimmt an die Oberfläche, was ihm auch gelingt.
Doch während Prinz Namor nun mit dem Monster Sednas kämpft, sucht sie nach Thor.
Derweil vermissen Hannah und Demitrius Jake Olson.
Jake Olson unternimmt alles, um Mjolnir zurückzuerlangen. Mit lauter Stimme ruft er nach ihm, bis er aus dem Monster herausbricht und in seine Hand fliegt. Sofort verwandelt er sich in Thor. Mit seinem Hammer kann er das Monster schnell vertreiben. Nun will ihn Sedna hypnotisieren, was aber Prinz Namor verhindert. Also flieht auch sie ins Meer.
Prinz Namor und Thor verabschieden sich voneinander.
Jake Olson geht zu Hannah, wo ihn auch Demitrius erwartet. Hannah will Jake zur Rede stellen, aber als es ihm zu viel wird, geht er einfach.
Während Thor in einer zwielichtigen Kneipe ein Bier trinkt, finden Adva und Perrikus Odin gefangen in der Gewalt von Majeston Zelia.

Fazit:
Jurgens versteht es nach wie vor, aus einem eindimensionalen Helden wie Thor, den nur wenige Autoren zum wirklichen Leben verhelfen konnten, eine interessante Figur zu machen. Dies liegt in erster Linie daran, dass er so ganz nebenbei erzählt, wie oder besser an welcher Stelle es in der nächsten Story weitergehen könnte. So kommt hier der tot geglaubte Gottvater Odin ins Spiel. An seinen Tod konnte man als Leser ohnehin nur schwer glauben, da sein Abgang nicht dramatisch genug war. Da würde sich ein Autor bei solch einem Charakter bestimmt mehr einfallen lassen. Und genau darauf bin ich gespannt.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Thor #3 (Vol. 2)

Titel: God and Man
Autor: Dan Jurgens
Zeichner: John Romita Jr.
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Richard Starkins, Wes Abbott
Cover: John Romita Jr.
Redaktion: Tom Brevoort
Erscheinungsdatum: 09/1998
Deutsche Fassung: Thor (Vol. 1) #2
Übersetzung: Reinhard Schweizer



Charaktere:
Thor, Sedna, Hannah, Demitrius

Handlung:
Hannah ist erleichtert und verwirrt zugleich, als sie ihren tot geglaubten Freund, Jake Olson, lebendig vor sich sieht. Jake Olson, der ja nun Thors Seele in sich trägt, gibt natürlich ebenso wirres Zeugs von sich, weil er ja Hannah auch nicht kennt. Schließlich erfährt er, dass er Hannahs Tochter, Amanda, abholen soll.
Nachdem sich Hannah verabschiedet hat, durchsucht er seine eigene Wohnung nach einem Foto von Amanda.
Gleichzeitig wird weit vor der Küste der USA im Ozean ein gesunkenes Wikingerschiff gefunden. Doch als sich die Forscher in ihrem Spezial U-Boot dem Schiff nähern, werden sie plötzlich von einem Riesenkraken angegriffen. Ihr Schiff wird zerborsten. Dies wird von Sedna, der Meerfrau, beobachtet, die es schon lange auf das Schiff abgesehen hatte, das einst von Göttern und nicht von Menschen geführt wurde. Auf dem Schiff befindet sich ein Juwelenauge, auf das es Sedna abgesehen hatte.
Hannah trifft Demitrius und erzählt ihm, dass Jake Olson noch lebt. Vordergründig freut er sich über diese Nachricht, doch tatsächlich bedrückt es ihn, weil er Jake „alles anhängen wollte“.
Jake Olson zieht durch die Straßen und denkt darüber nach, für immer zu Thor zu werden. Da erscheint ihm Marnot und rät ihm davon ab. Marnot erinnert ihn an sein Versprechen und schließlich gibt Jake klein bei. Er will aber wissen, wo sich Thors Hammer befindet. Doch er erhält keine Antwort, mit der er etwas anfangen kann. Marnot verschwindet.
Da dringt plötzlich Sedna in die Stadt ein. Mit gewaltigen Wassermassen setzt sie die ganze Straße unter Wasser. Jake Olson ist verzweifelt. Da fällt ihm ein, dass Donald Blake immer auf die Erde schlug, um zu Thor zu werden. Jake Olson tut dies und spürt plötzlich Mjolnir in seiner Hand. Und so verwandelt er sich zu Thor.
Zuerst macht er Sednas Wassermassen unschädlich und folgt ihr dann aufs offene Meer. Dabei schleudert er Mjolnir hinter ihr her. Da ruft Sedna ein Monster herbei, das den Hammer einfach verschlingt. Thor kann es nicht fassen. Sie umgarnt ihn mit einer Art Alge und zieht ihn in die Tiefe.
Derweil sitzt Amanda verlassen vor der Schule und droht Ärger mit einer Straßenbande zu bekommen.

Fazit:
Jurgens erspart seinem neuen Helden wirklich keine Peinlichkeit. In seinem neuen Körper kennt er sich natürlich nicht aus, wenn er für mich vielleicht auch ein klein wenig zu unbeholfen wirkt, denn Thor steckt ja nicht das erste Mal in einem menschlichen Körper.
Sedna scheint eine interessante Gegenspielerin zu sein, weil sie Thor Paroli bieten kann, so dass man als Leser die Story am liebsten sofort weiterverfolgen möchte, denn Jurgens hat seinen Cliffhanger wirklich vorzüglich gesetzt.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Thor #2 (Vol. 2)

Titel: Deal with the Devil!
Autor: Dan Jurgens
Zeichner: John Romita Jr.
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Richard Starkins, Dave Lanphear
Cover: John Romita Jr.
Redaktion: Tom Brevoort
Erscheinungsdatum: 08/1998
Deutsche Fassung: Thor (Vol. 1) #1
Übersetzung: Reinhard Schweizer



Charaktere:
Thor, Captain America, Iron-Man, Hawkeye, Scarlet Witch, Hela, Volla, Destroyer, Jake Olson

Handlung:
Voller Wut greifen die Rächer den Destroyer an, aber sie können eigentlich nichts ausrichten. Einer nach dem anderen geht in die Knie. Derweil fällt Thors lebloser Körper ins Wasser, während seine Seele bei Hela angekommen ist. Hela gibt sofort zu verstehen, dass sie Thor bei sich behalten wird, während sich Thor sicher ist, dass er ihr entkommen wird. Dann kommt Marnot hinzu, der Dinge wieder ins Gleichgewicht bringt, wenn der Tod im Spiel ist. Ihn interessiert aber weniger Thor, sondern eher Jake Olson, dessen Nachricht über seinen Tod seiner Verlobten überbracht wird.
Thor gesteht, dass er nicht darauf geachtet hat, ob er jemanden gefährdet, als er das Unwetter entfacht hat. Marnot ist erstaunt, dass Thor seine tat bereut und spürt sogar noch Leben in seiner Brust. Er warnt Hela davor, sich ihm in den Weg zu stellen und erlaubt Thor auf die Erde zurückzukehren, wenn er die Leben von Jake Olson und Thor annimmt. So kehrt er auf die Erde zurück, entreißt dem Destroyer seinen Hammer und Captain Americas Schild. Dann schickt er ihn mit seinem Hammer fort durch Raum und Zeit. Schließlich befreit er die Rächer und fliegt fort.
Er geht in Jake Olsons Apartment und wird dort von seiner vollkommen verwirrten Verlobten, die er natürlich nicht kennt, vorgefunden.

Fazit:
Jurgens verpasst Thor als erstes also eine neue menschliche Identität. Künftig wird er Jake Olson sein, was besonders die Leserinnen der Serie ansprechen wird. Wie er allerdings aus der Nummer herauskommen will, dass Jake Olson noch lebt und seine Verlobte nicht erkennt, wird er noch schildern müssen. Gelungen ist die Passage, in der die Rächer Thors unerwartete Rückkehr relativ lakonisch kommentieren.
Allerdings verstehe ich überhaupt nicht, warum Thor den Destroyer nicht sofort von der Erde verbannt. Gerade er müsste doch wissen, wie gefährlich er ist. Ebenso verstehe ich nicht, warum der weise Odin nicht so eine Art Notaus am Destroyer installiert hat, auch wenn er ihn als ultimative Waffe erfunden hat. Unlogisch ist auch, dass Scarlet Witch kein Leben mehr in Thor spürt, dies aber von Marnot durchaus und ohne Schwierigkeiten wahrgenommen wird. Hier hat Jurgens sich mit seiner Handlung selbst ein paar Stolpersteine gelegt, die aber wenig daran ändern, dass man als Leser von der Story gut unterhalten wird.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Variantcover:

Thor #1 (Vol. 2)

Nachdem Thors erste Serie im Zuge von "Heroes Reborn" erst wieder in "Journey into Mystery" (mit Abenteuern der Black Widow, Hannibal King u.a.) umbenannt und dann eingestellt wurde, gab' es 1998 einen Neustart unter der Führung von Dan Jurgens. Der ging erst back-to-basic und verschaffte Thor mit Jake Olsen auf tragische Weise eine Geheimidentität, führte die Figur aber gekonnt weiter, schuf Figuren wie Thor-Girl, löste die Thor-Serie vom Rest des Marvel Universums und schuf eine Zukunftsversion der Asen auf ähnliche Weise, wie es Bob Layton auch in seiner Hercules Graphic Novel gemacht hat.
Unverständlicherweise gingen die Verkaufszahlen immer mehr in den Keller und Jurgens kürzte man ganze sechs Hefte weg, um Thor in den Disassembled-Event zu quetschen und die Serie im Anschluß an diesen zu beenden.
Eine Fortsetzung fand man in der aussergewöhnlich guten Beta Ray Bill Miniserie "Stormbringer" und für 2006 ist ein weiterer Neustart von Thor eingeplant.

Titel: In Search of the Gods
Autor: Dan Jurgens
Zeichner: John Romita Jr.
Inker: Klaus Janson
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Richard Starkins, Dave Lamphear
Cover: John Romita Jr.
Redaktion: Tom Brevoort
Erscheinungsdatum: 07/1998
Deutsche Fassung: Thor (Vol. 1) #1
Übersetzung: Reinhard Schweizer



Charaktere:
Thor, Captain America, Iron-Man, Hawkeye, Scarlet Witch, Destroyer, Hela, Volla, Jake Olson

Handlung:
Thor wird herbeigerufen, weil ein Geiselnehmer behauptet, in Wirklichkeit Heimdall zu sein. Keiner glaubt ihm, aber Thor ist bereit, die Sache zu prüfen, weil Asgard in Trümmern liegt und die Götter verschwunden sind.
Thor schnappt sich den Mann und begibt sich mit ihm auf die Reise nach Asgard.
Unterdessen kommt eine seltsame Kiste in New York an. Als Colonel Case die Kiste berührt, explodiert sie.
Derweil ist sich Volla sicher, dass Hela bald das erhalten wird, wonach sie sich noch sehnt.
Als Thor mit dem Mann in Asgard angekommen ist, bricht dieser zusammen. Er gibt zu, dass er nicht Heimdall ist und nur überaus fasziniert von der Welt der Götter ist. Thor bringt ihn zurück auf die Erde.
Jake Olson ist Rettungssanitäter und befindet sich eigentlich auf dem Weg nach Hause, wird aber zu einem Einsatz an den Hafen gerufen. Er entschuldigt sich bei seiner Verlobten und eilt dorthin.
Am Hafen, an dem auch die Rächer eingetroffen sind, tobt der Destroyer. Die Rächer greifen ihn mit voller Kraft an, können aber wenig ausrichten. Nun entfacht Thor ein schlimmes Unwetter, bei dem Jake Olson unbeabsichtigt getötet wird. Doch auch damit kann er nichts gegen den Destroyer ausrichten.
Als sich Thor ihm erneut gegenüberstellt, öffnet er sein Visier. Leblos und verbrannt liegt Thor zum Schock der Rächer auf dem Boden.

Fazit:
Jurgens startet einen komplett neuen Thor Run, der zunächst relativ harmlos beginnt. Doch er baut seine Handlung rasch und präzise auf. Dabei tut er das, was er wohl tun muss, um eine Figur neu zu erfinden. Er tötet sie zunächst einmal. Dieser Kniff ist für Jurgens so neu nicht, könnte aber ein wirksames Mittel sein, um die doch etwas eingestaubte Serie neu zu beatmen. Dabei wird er mit Romita, jr. und mit Janson von zwei der besten Künstler überhaupt unterstützt.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Variantcover: