Samstag, 27. August 2005

Rogue #2 (Vol. 3)


Titel: Going Rogue Part 2
Autor: Robert Rodi
Zeichner: Cliff Richards
Inker: Norm Rapmund
Kolorierung: Tansparency Digital
Lettering: Dave Sharpe
Cover: Rodolfo Migliari
Redaktion: Stephanie Moore
Erscheinungsdatum: 10/2004
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Rogue, Rogues Tante, mysteriöser Mann, Cyclops, Beast

Handlung:
Bis Rogue wieder ihre Fassung gewinnt, ist der geheimnisvolle Fremde auch schon wieder verschwunden.
Während sie weiterhin versucht, die Familie des Mädchens ausfindig zu machen, bereiten sich die X-Men, das Mädchen zu untersuchen. Als sie noch das Labor vorbereiten, wird das Mädchen unsichtbar oder verschwindet gar. Anschließend können sich weder Cyclops noch Beast erinnern, was sie eigentlich im Labor arbeiten wollten.
Da Rogue bei ihren Nachforschungen nicht weiterkommt, will sie in eigener Sache tätig werden. Also sucht sie ihr Elternhaus auf. Dort ist nun ihre Tante zuhause, zu der sie als Kind kein wirklich gutes Verhältnis hatte. Rogues Vater ist spurlos verschwunden. Rogues Tante besteht darauf, dass sie mittlerweile das Haus rechtmäßig erworben hat und dass Rogues rechte somit verwirkt sind. Dieser Streit ist zu viel für Rogue. Sie rennt aus dem Haus, wobei sie von dem mysteriösen Mann beobachtet wird.
Als sie sich beruhigt, geht sie wieder ins Haus. Sie sucht das Gespräch mit ihrer Tante, die offensichtlich ein wenig verbittert ist. Da sie aber nichts über die Vergangenheit ihrer Mutter rauslässt, berührt sie Rogue. Schon erhält sie die Erinnerungen. Rogues Tante bewundert ihre Schwester. Sie ist bestürzt, als sie ihr Leben wegwirft, um mit einem Mann zusammen zu ein, er sie nicht glücklich machen wird. Sie zieht fort in eine Art Kommune. Regelmäßig erhält sie Besuch von ihrer Schwester, die nur scheinbar glücklich ist. Dann wird sie auch noch schwanger. Rogues Tanten hilft bei der Entbindung und ist sofort in ihre Nichte verliebt.
Die Besuche ihrer Schwester werden seltener. Die Gruppe, in der sie lebt, wird aber immer abgedreht. Die besuche werden zu Telefonaten. Sie weiß, dass sie eigentlich ihrer Schwester helfen muss, aber sie st zu stolz, um etwas zu unternehmen.
Schließlich wird Rogue von ihrem Vater zu ihr gebracht. Ihre Schwester ist tot.
Rogue ist verwirrt. Sie hat immer geglaubt, dass sie von ihrer Tante gehasst wird. Doch sie ist wütend, dass sie von Rogue berührt wurde und schickt sie fort. Rogue rennt wieder aus dem Haus. Sie sieht ein Mädchen, das sie offensichtlich beobachtet hat. Sie folgt ihr und sieht praktisch in ihr eigenes Spiegelbild und wird wieder von dem mysteriösen Mann beobachtet.

Fazit:
So wie sich das für einen ordentlichen Sechsteiler gehört, erweitert Rodi sein Verwirrspiel. Es ist absolut noch nicht erkennbar, worauf seine Story hinausläuft. Klar ist nur, dass Rogue ein anderes Verhältnis zu ihrer Tante oder besser umgekehrt ihre Tante zu ihr als sie bisher geglaubt hatte. Noch unklar ist, wer oder was dieser mysteriöse Mann ist, der Rogue ständig beobachtet. Ist es ihr Vater - nur ohne Bart, der aus irgendwelchen Gründen jung geblieben ist oder ist es ein Bruder, den sie nie kennengelernt hat? Wir werden sehen.
Leider treffen die Zeichnungen Richards‘ nicht immer meinen Geschmack. Mal sind die Gesichtszüge der Charaktere überzeichnet, mal sind sie schlichtweg maskenhaft. Schade, die Serie hätte da ein wenig mehr verdient.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Rogue #1 (Vol. 3)

Einer von Marvels Topsellern sind und bleiben die X-Men. Was liegt es da näher, als zumindest hin und wieder eine Soloserie auf den Markt zu bringen?
Mit Rogue verfügen die X-Men über einen Charakter, über dessen Vergangenheit nicht so viel bekannt ist, so dass sich hier ein Autor kreativ austoben kann. Dies versucht zunächst einmal Robert Rodi, der ja erst kürzlich bei Elektra „arbeitslos“ wurde.


Titel: Going Rogue Part 1
Autor: Robert Rodi
Zeichner: Cliff Richards
Inker: Norm Rapmund
Kolorierung: Tansparency Digital
Lettering: Dave Sharpe
Cover: Rodolfo Migliari
Redaktion: Stephanie Moore
Erscheinungsdatum: 09/2004
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Rogue, Cyclops, Gambit, Juggernaut, Iceman

Handlung:
Rogue sieht sich in Mitte ihrer Eltern. Sie freut sich auf ihren neuen Beruf und ist glücklich verliebt.
Doch hierbei handelt es sich einmal mehr um adaptierte Erinnerungen, die Rogue aufgrund ihrer Kräfte gesammelt hat. Manchmal kann sie kaum noch unterscheiden, welche Erinnerungen nun wirklich von ihr stammen und welche adaptiert.
Wieder im Quartier der X-Men holt sie den erblindeten Gambit zu einem Spaziergang ab. Doch Rogue ist noch immer aufgrund der adaptierten Erinnerungen abgelenkt. So übersieht sie einen Stein, über den Gambit stolpert. Sie bemitleidet ihn, was Gambit eigentlich erst wütend macht, so dass er in einer Art Reflex nach ihr schlägt.
Später brechen die X-Men zu einer Mission auf. In Mississippi läuft ein Mädchen Amok, die ihre Umwelt zerfallen lassen kann. Sie finden das Mädchen rasch. Juggernaut will die Sache auf seine Art regeln, was aber schief geht. In ihrer nähe bekommt er einen Kreislaufzusammenbruch. Rogue adaptiert seine Kräfte und findet das Mädchen. Sie kann es beruhigen und bringt es zu den anderen X-Men. Cyclops will sie ins Institut zu weiteren Untersuchungen bringen. Rogue will noch ihre Eltern benachrichtigen und bleibt daher in Mississippi.
Sie fragt sich durch, erhält aber als Yankee keine Antwort. Aufgrund ihres veränderten Akzentes glaubt ihr auch keiner, dass sie eigentlich aus der Gegend stammt.
Dann trifft sie einen jungen Mann, der sich als Freund ihrer Familie vorstellt. Als Beweis zeigt er ein Foto ihrer Mutter aus jungen Tagen. Rogue ist verwirrt, weil der Mann eigentlich viel zu jung ist, um ihre Mutter zu kennen. Da er sich schon wieder verabschiedet, ohne sich näher zu erklären, ergreift ihn Rogue. Doch es passiert nichts. Ihre Kräfte versagen.

Fazit:
Was macht man als Herausgeber und Verlag, wenn ein Autor (Rodi) aufgrund der Einstellung der Serie seiner Heldin (Elektra) eingestellt wird?
Richtig, man gibt ihm eine neue Serie mit einer anderen Heldin. Also schreibt Rodi nun Rogue. Er beginnt die Serie recht eindrucksvoll, denn er zeigt Rogue als Mitglied eines Teams, die aber aufgrund ihrer besonderen Kräfte in der Gruppe bisweilen isoliert ist. Dies liegt natürlich auch daran, dass ihre erste Bezugsperson, Gambit, aufgrund eines Unfalls zumindest zeitweise erblindet ist.
Rodi widmet sich wie schon der ein oder andere Autor, z.B. Avery, Rogues mysteriöser Vergangenheit. Ich denke, dass die nächsten fünf Teile hier weiter Erhellung bringen werden. Hoffentlich gelingt es Rodi, nicht zu sehr in die Geschichten seiner Vorgänger einzugreifen und dennoch eine interessante Story zu erzählen.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Freitag, 26. August 2005

Ultimate X-Men Annual #1

HEAVY-SPOILER-ALARM!!! Lesen auf eigene Gefahr!


Titel: Ultimate Sacrifice
Autor: Brian K. Vaughan
Zeichner: Tom Raney
Inker: Scott Hanna
Kolorierung: Gina Going-Raney
Lettering: Chris Eliopoulos
Cover: Stuart Immonen
Redaktion: Ralph Macchio
Erscheinungsdatum: 10/2005
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Rogue, Gambit, Professor X, Wolverine, Iceman, Nick Fury, Juggernaut, Colossus, Dazzler, Angel, Cyclops, Nightcrawler, Kitty Pryde, Marvel Girl, Storm, Electro (Illusion), Kraven (Illusion), Green Goblin (Illusion), Dr. Octopus (Illusion)

Handlung:
Die X-Men trainieren im Danger Room, als Xavier einen Anruf von Nick Fury enthält - ein Mutant ist aus dem Gefängnis entflohen und hat mit einer von Xaviers Mutanten noch eine Rechnung zu begleichen, nämlich Rogue. Diese ist aber nicht mehr auf Xaviers Anwesen, sondern geflohen, was Fury in Rage versetzt, da Xavier Fury zugesichert hat, auf Rogue aufzupassen. Aber Xavier ist machtlos - er kann sie nicht mal aufspüren.
Besagte Mutantin raubt derweil in Las Vegas den Stein von Cyttorak aus einem Safe. Ihr Gehilfe dabei ist niemand anderes als Gambit.
Die beiden wollen nach erfolgter Tat verschwinden, aber am Eingang stellt sich ihnen eben jener entflohener Mutant entgegen - Juggernaut!
Gambit versucht, ihn mit seinen Karten auszuschalten, was aber schief geht und mit einem Freiflug durch die Gegend für ihn endet.
Cain verblüfft damit, daß er Rogue nicht killen will, sondern ihr sagt, daß er sie liebt und sie zusammen gehören würden. Diese ist davon relativ unbeeindruckt und schafft es, sich zu befreien, indem sie Juggernauts Kraft absorbiert. Danach teilt sie kräftig aus, bis Gambit wieder auftaucht.
In der Hoffnung, Cain zu stoppen, rammt er ihm den Stein von Cyttorak in die Brust, bewirkt aber lediglich, daß Juggernaut noch stärker wird, als er ohnehin schon ist.
Rogue hat ihm nichts entgegenzusetzen und es liegt an Gambit, ihn aufzuhalten.
Mit seinen Kräften sprengt er ein Gebäude, welches in sich zusammbricht und die beiden Kontrahenten unter sich vergräbt.
Rogue eilt zu ihrem Geliebten, aber es ist zu spät - Gambit stirbt nach einem finalen Kuss in ihren Armen.
Drei Tage später ruft Rogue in Xaviers Schule an und erreicht Iceman. Der erzählt ihr, daß man verwundert ist, da man Gambits Leiche gefunden hat. Sie erzählt ihm nur, daß sie Angst hat, da sie Gambits Kräfte nicht mehr los wird.
Sie hängt auf und verschwindet.

Fazit:
Nach den Ultimates und Spider-Man also nun das dritte Annual aus dem ultimativen Universum. Vaughan bringt erneut einen Mutanten um. Aber diesmal nicht off-panel und einfach mal so irgend einen Mutanten, sondern einen der Fanlieblinge schlechthin - Gambit!
Damit liefert er nicht nur einen packenden Schocker ab, sondern trotzt auch den Kritikern, die ihm und seinen Vorgängern vorwerfen, die X-Men würden sich nicht mehr allzu sehr von ihren 616er-Gegenstücken unterscheiden.
Bei aller Liebe wirkt das Ganze allerdings auch etwas redundant, denn erst vor ein paar Monaten ist der Rogue im normalen Marveluniversum das Gleiche passiert - hier traf es allerdings Sunfire, dessen Kräfte sie nun dauerhaft hat.
Tom Raney zeichnet zwar weit besser als bei seinem Fill-in Job bei Uncanny X-Men aber immer noch weit unter dem, was er kann und was er uns vor ein paar Jahren nicht zuletzt mit "Search for Cyclops" bewiesen hat. Irgendwie schade.
Das Heft reicht zwar nicht an die Genialität des Spider-Man Annuals heran, ist aber allerbeste Unterhaltung für Action- und Drama-Fans. Schade nur, daß Vaughan die X-Men schon bald verlassen wird.

Spider-Man: The Final Adventure #4


Titel: To end the Begin
Autor: Fabian Nicieza
Zeichner: Darick Robertson
Inker: Jeff Albrecht, Greg Adams, Chris Ivy
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Bill Oakley, NJQ
Cover: Darick Robertson
Redaktion: Ralph Macchio
Erscheinungsdatum: 02/1996
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Spider-Man, Tendril, Mary Jane, Ben Urich, Joe Robertson, Ben Reilly, J. Jonah Jameson, Ken Ellis

Handlung:
Mary Jane entlarvt Ellis Schlagzeile als plumpe Fälschung und wirft ihn wütend hinaus. Ben Reilly hat dies von der Decke aus beobachtet und weiß, dass sich Ellis so leicht nicht entmutigen lassen wird.
Unterdessen schwingt sich Spider-Man durch Portland. Er weiß, dass er Tendril aufhalten muss, um das Morden zu beenden. Dank eines entwickelten Scanners und seines Spinnensinns findet er ihn. Doch Tendril entkommt ihm erneut. Immerhin kann er ein weiteres Opfer retten.
Mary Jane besucht Robbie Robertson und beschwert sich über Ellis.
Unterdessen verfolgt Spider-Man weiterhin Tendril und wird dabei von Contoni unterstützt. Sie spüren ihn auf. Es kommt zu einem Kampf, bei dem es für Spider-Man zunächst nicht gut aussieht, aber dank seiner Beweglichkeit kann er Tendril die Elektroden ansetzen, so dass er sich wieder in einen normalen Menschen zurückverwandelt. Dies geschieht auch mit Contoni.
Bevor ihn jemand mit den Ereignissen in Verbindung bringen kann, schwingt sich Spider-Man davon.
Derweil besucht Spider-Man (Ben Reilly) Jonah J. Jameson und droht ihn zu verklagen, falls seine Zeitung nicht „nett“ über ihn berichtet. Nach kurzer Rücksprache mit Robbie Robertson stoppt Jonah J. Jameson die Ellis Story. Ellis hört sich dies an und will seine Story an die anderen Zeitungen verkaufen. Doch Robbie Robertson ist ein Schulterschluss mit den Kollegen der Konkurrenzblätter gelungen, so dass ihm niemand die Story abkauft. Mary Jane bedankt sich bei Robbie Robertson, der es zwar hasst, eine Story nicht zu drucken, aber hierfür nie seine Freunde verletzen würde.
Bei Contoni und Tendril soll nun bei Galannan der endgültige Verwandlungsprozess vollzogen werden. Die Maschinen laufen auf Hochtouren, als sich auch Peter Parker hineinwirft. Bei dem Prozess wird Contoni endgültig wieder in einen Menschen zurückverwandelt, stirbt Tendril, weil er sich gegen den Verwandlungsprozess gewehrt hat und verliert Peter Parker seine Spinnenkräfte. Als er zuhause sein Kostüm einmottet, steht plötzlich Mary Jane in der Tür. Da erkennt er, dass er ihren Brief aus Verzweiflung nicht zu Ende gelesen hatte. Mary Jane wollte ihn nicht verlassen, sondern nur für ein paar Tage nach New York. Er weiß, dass sie nun glücklich miteinander werden.

Fazit:
Ich glaube, dass ich Rotz und Wasser geheult hätte, wenn nicht Peter Parker wirklich wieder als Spider-Man zurückgekehrt wäre. Das Ende der Story ist wunderbar geschrieben, aber erneut und zum wiederholten Male frage ich mich, wie dumm und blauäugig Marvel sein konnte, Ben Reilly den Lesern als wahren Spider-Man zu verkaufen. Ich weiß, die Beweggründe waren an für sich edel und kreativ durchaus wertvoll, aber genauso vorhersehbar war das Resultat. Immerhin kann man dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen. Die Leser wussten nun, was sie an ihrem Peter Parker hatten, sofern dies dem ein oder anderen verloren gegangen war.
Beeindrucken ist auch Mary Jane in diesem Teil, die Ellis hochschwanger abfertigt, obwohl er mit seinem Bluff ins Schwarze trifft.
Etwas verwundert war ich über Jonah J. Jameson, der Spider-Man alias Ben Reilly etwas zu schnell klein beigibt. Da wurde der gute Jonah verbogen, um ihn der Story anzupassen.
Etwas bedauerlich ist nach wie vor, dass diese Miniserie nicht auf Deutsch erschienen ist.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Spider-Man: The Final Adventure #3


Titel: Skin deep
Autor: Fabian Nicieza
Zeichner: Darick Robertson
Inker: Jeff Albrecht
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Bill Oakley, NJQ
Cover: Darick Robertson
Redaktion: Ralph Macchio
Erscheinungsdatum: 01/1996
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Spider-Man, Tendril, Mary Jane, Ben Urich, Phil Urich, Joe Robertson, Ben Reilly, J. Jonah Jameson, Ken Ellis, Betty Brant, Contoni

Handlung:
Spider-Man kehrt nach Hause zurück. Als er Mary Janes vermeintlichen Abschiedsbrief findet, ist er fertig und am Boden zerstört. Dann hört erd en Anrufbeantworter ab, auf dem sich Ken Ellis ankündigt. Er weiß nun, dass es umso wichtiger ist, dass er den Terror in Portland stoppt.
Derweil erwacht Mary Jane in New York. Sie ist nicht glücklich, dass sie Peter verlassen hat und hofft, das Richtige getan zu haben.
Ken Ellis fasst den Entschluss, sich mit Betty Brant zu unterhalten, um mehr über Spider-Man herauszufinden.
Peter weiß, dass Galannan schon einmal einen ähnlichen Patienten behandelt hatte. Gemeinsam mit dem Sicherheitschef suchen sie ihn auf. Doch Mr. Contoni schickt sie fort, aber Peter will als Spider-Man zurückkehren.
Ellis fragt Betty Brant über Peter Parker aus und erhält so die Information über Onkel Bens Tod.
Derweil macht Mary Jane ein Fotoshooting für Umstandsmoden. Doch sie ist nicht wirklich bei der Sache und ruft Peter an, den sie aber nicht erreicht.
Im Daily Bugle kommt es zum Streut zwischen Ellis und Robbie Robertson, der Ellis auf eine andere Story ansetzen will. Wütend stapft Ellis davon und rennt Mary Jane über den Weg, die Robbie Robertson besuchen wollte. Ihr kühles Verhalten ihm gegenüber stachelt ihn nur noch mehr an.
Spider-Man nähert sich erneut Contonis Haus. Dabei wird er Zeuge, wie dieser mit einem Bären kämpft. Er versucht mit Contoni zu sprechen, was aber daran scheitert, dass Contoni ihn für zu menschlich hält. Doch mit viel Mühe und Einfühlungsvermögen und er Möglichkeit, dass er seine Familie wiedergewinnen könnte, kann er Contoni zur Zusammenarbeit bewegen.
Unterdessen besucht Ben Reilly Mary Jane. Sie unterhalten sich, bis plötzlich Ellis in der Türe steht und Mary Jane mit der Schlagzeile des Daily Bugle überrascht, dass Peter Parker und Spider-Man identisch sind.
Bei den Untersuchungen an Contoni wird Peter Parker plötzlich klar, dass er mit Hilfe der Maschine, der er seine Kräfte zu verdanken hat, diese auch wieder loswerden kann.

Fazit:
Mit diesem Teil gelingt es Nicieza erstmals, mich an seine Story zu fesseln. Ellis bohrt so richtig da herum, wo es Peter Parker und Mary Jane schmerzen könnte, was ja auch konsequenter Weise darin endet, dass er Peter Parker als Spider-Man entlarvt. Fraglich ist allerdings, wie Ellis diese Story an Robbie Robertson vorbei herausbringen will. Da ist uns Nicieza noch eine Erklärung schuldig. Auch Ben Reilly greift erstmals ein, so dass man folgern darf, dass gerade die zahlreichen Wechsel zwischen New York und Portland dem Erzähltempo unwahrscheinlich gut tun. Sicher Nicieza hat dieses Stilmittel nicht erfunden, aber dennoch setzt er es meisterhaft ein.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Spider-Man: The Final Adventure #2


Titel: The thin Line
Autor: Fabian Nicieza
Zeichner: Darick Robertson
Inker: Jeff Albrecht
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Bill Oakley, NJQ
Cover: Darick Robertson
Redaktion: Ralph Macchio
Erscheinungsdatum: 12/1995
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Spider-Man, Tendril, Mary Jane, Ken Ellis

Handlung:
In Portland kommt es zu einer Serie von Entführungen. Spider-Man weiß, dass er an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig ist. Auch Galannan als sein Arbeitgeber ist in die Vorfälle verstrickt und sucht einen geeigneten Zeitpunkt, mit der Polizei Kontakt aufzunehmen, ohne dabei in die Schusslinie zu geraten. Sie wissen, dass sie ein Monster erschaffen haben, das bereit zu töten. Peter Parker muss aufpassen, dass sein Interesse seine Vorgesetzten nicht zu sehr verwundert. Also erfindet er eine Lüge.
Er stellt sich Mary Jane als Spider-Man. Er versucht zu erklären, warum er das Monster jagen muss, aber Mary Jane will und kann seine Gründe nicht nachvollziehen. Auf dem Höhepunkt ihres Streites verabschiedet er sich.
Dann erhält sie einen Anruf von Ken Ellis, der sie wegen des „Spider-Man und Scarlet Spider Ding“ sprechen will. Aufgrund ihrer Reaktion fühlt er sich motiviert und diktiert bereits seine ersten Aufzeichnungen. Er ist entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen.
Spider-Man schwingt sich durch Portland. Er landet auf dem Autodach eines Spezialtrupps, der das Monster ebenfalls fangen soll. Er folgt ihnen, bis sie an einem Brückengeländer die vermissten Entführungsopfer finden. Noch bevor sie sie befreien können, stehen sie dem Monster gegenüber. Doch sie können es nicht stoppen. Dann schlägt Spider-Man zu. Doch ohne seine Netzdüsen ist Spider-Man dem Monster unterlegen, so dass er sich in den Fluss fallen lässt.
Zuhause ist Spider-Man ein wenig ratlos, denn das Monster besteht aus Netz und ist so nicht wirklich zu fassen. Doch Mary Jane geht es mehr um ihr gemeinsames Kind, um das sich auch Peter sorgt. Gerade deswegen will er doch etwas über das Monster herausfinden, aber Peter weiß nicht, wie sehr er seine schwangere Frau mit diesem Problem quälen kann.
Derweil geht der interne Streit um die Schuldzuweisungen bei Galannan weiter. Zwischenzeitlich ist Eric bereit, Peter Parker das letzte Geheimnis Galannans zu zeigen. Es ist die Apparatur, die Peter Parker in Verbindung mit einer radioaktiven Spi9nne zu Spider-Man verwandelte.
Ellis erfährt, dass Spider-Man in Portland gesichtet wurde und freut sich nun umso mehr auf seine Reise.
Inzwischen verlässt Mary Jane die gemeinsame Wohnung in Portland und hinterlässt Peter einen Brief.

Fazit:
Peter Parker hat ohne jede Absicht ein Monster erschaffen, das er kaum besiegen kann. Es besteht aus Netz und ist nicht zu fassen. Er befindet sich in der Zwickmühle, weil Mary Jane seine Motivation, das Monster zu fassen, nicht verstehen kann. Peter will sie aber schonen und erzählt ihr nicht die ganze Wahrheit. Dieser Knackpunkt, um den sich die Story in diesem Teil eigentlich dreht, ist derartig aus dem Leben gegriffen, dass man als Leser kaum atmen kann. Ich denke, dass beinahe jede Beziehung schon vor solche Belastungsproben gestellt wurde. Dass dies im vorliegenden Fall mit einem Superhelden verbunden ist, liegt in der Natur der Sache.
Gespannt darf man als Leser auch auf Ken Ellis sein, der ein sensationslüsterner, ehrgeiziger und leider auch intelligenter Reporter ist, der die große Chance sieht, Spider-Mans Geheimidentität zu lüften. Mit dieser Gefahr kann Peter Parker noch gar nicht rechnen, da sie ihm nicht bekannt ist. Ich bin gespannt, wie Nicieza dies angehen wird.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Spider-Man: The Final Adventure #1


Titel: Destiny's Web
Autor: Fabian Nicieza
Zeichner: Darick Robertson
Inker: Jeff Albrecht
Kolorierung: Gregory Wright
Lettering: Bill Oakley, NJQ
Cover: Darick Robertson
Redaktion: Ralph Macchio
Erscheinungsdatum: 11/1995
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Spider-Man, Tendril, Mary Jane, Ben Urich, Phil Urich, Joe Robertson

Handlung:
Peter Parker hat einen Traumjob gefunden. Er ist mit Mary Jane von New York weggezogen, um sein Leben neu zu ordnen. Kurioser Weise hat er genau bei der Firma eine Anstellung gefunden, die das Experiment durchgeführt hatte, wodurch er bzw. der echte Peter Parker zu Spider-Man wurde.
Beim Stöbern durch verschiedene Datenbanken wird er auf eine synthetische Haut aufmerksam. Er fragt sich, wozu sie dienen soll. Da wird er auch schon auf einen Streit zwischen Dr. Staphos und Dr. Schwinner aufmerksam, der seinen Spinnensinn klingeln lässt. Schwinner weist Staphos an, ihr Experiment nicht weiter durchzuführen, sondern abzubrechen, da die Folgen nicht absehbar sind. Dann entschuldigt er sich bei Peter Parker, dass er Zeuge dieses Streits werden musste.
Peter ist bewußt, dass es mehr als ironisch ist, das er nun bei Galannan gelandet ist. So erinnert er sich an die letzten Jahre, wie er zu Spider-Man wurde, wie er auf den Schakal traf, seine Frau schwanger wurde und er schließlich gemeinsam mit Ben Reilly die für ihn so brutale Wahrheit herausfand.
Freudig kehrt er nach Hause zurück, wo ihn Mary Jane bereits erwartet. Er albert mit ihr herum, während sich Mary Jane nicht sicher ist, ob sie wirklich bereit sind, Eltern zu werden. Doch Peter weiß, dass hierfür niemand bereit sein kann, sondern dass man in diese Rolle hineinwächst.
Nachts kann Peter Parker nicht schlafen und krabbelt so an der Wand herum. Mary Jane weiß, dass es für ihn jeden Tag eine echte Herausforderung ist, nicht den Spider-Man zu geben und sie ist gespannt, ob er diese Herausforderung wirklich meistern kann.
In New York im Daily Bugle sucht Ellis, ein neuer skrupelloser Reporter, nach einer Story, die ihn berühmt macht. Er spricht Ben Urich an, der ihn aber abblockt. Also sucht er den Rat Robbie Robertsons. Doch Ellis ist bereits entschlossen, Peter Parker anzurufen. Er will versuchen eine Story über Spider-Man und Scarlet Spider zu schreiben. Er ist sich sicher, dass es zwischen beiden Zusammenhänge geben muss, die der Enthüllung bedürfen.
Dr. Staphos ist natürlich fest entschlossen, entgegen der Anweisung Schwinners ihre Experimente fortzuführen. Sie ruft eine Wache herbei, er ihre Bitte nicht abschlägt, eine ein verbotene Sektion der Fabrik zu gehen und hierbei die Sicherheitssysteme zu umgehen.
Dies entgeht Peter Parker nicht, dem es gelingt, an der wache vorbei, ebenfalls in den verbotenen Bereich der Firma, den er bisher noch nicht kennt, zu gelangen. Dort stößt er auf weitere Experimente und ist sich sicher, dass er nun ein Mittel finden kann, mit dem er seine Spider-Man Kräfte für immer los werden kann und dass er auf diesem Weg Dr. Staphos‘ synthetische Haut so stabil machen kann, dass sie nun eingesetzt werden kann.
Derweil kommt es zwischen Staphos und Schwinner zu einem erneuten Streit und Staphos fängt sich eine Abmahnung ein. Da erhält sie Bericht, dass Peter Parker in ihrem Auftrag im verbotenen Bereich war, aber Staphos reagiert nicht wütend, sondern eher erstaunt.
Mary Jane und Peter Parker befinden sich bei der Schwangerschaftsgymnastik. Anschließend macht Peter Parker gegenüber Mary Jane erste Andeutungen über die Vorgänge bei Galannan.
Staphos hat nun eine neue Lösung, die sie dem Insassen einer Zelle injiziert. Sie verspricht ihm, dass er keine Schmerzen haben wird. Nach einigem Zögern willigt der Patient ein. Nach der Injektion befreit er sich aus der Zelle. Staphos kann in ihrer Verzweiflung gerade noch Peter Parker anrufen und um Hilfe flehen.
Mary Jane ist wütend, als er loseilen und zu Spider-Man werden will. Sie denkt, dass ein Sinn für Verantwortung sich eher an seine Familie und sein ungeborenes Kind richten sollte als an Dr. Staphos und Galannan. Doch Peter Parker kann nicht anders handeln und schwingt los.

Fazit:
Es ist wirklich kaum zu glauben, dass dies die letzte Story bzw. das letzte Abenteuer von Peter Parker als Spider-Man sein soll. Jaja, ich weiß, die Autoren wollen uns erklären, dass dieser Peter Parker ein Klon ist und dass der echte Peter Parker nun Ben Reilly heißt. Ich verstehe ja auch, dass die Spider-Man Stories neuen Schwung und einen neuen Anstrich benötigen, aber wir alle wissen ja, was daraus schließlich geworden ist. Je mehr Stories ich über die Klon Saga lese, wobei es noch viel Material (so wie auch diese Miniserie), das nicht auf Deutsch erschienen ist, desto mehr verstehe ich nicht, wieso diese Entwicklung von den Marvel Redakteuren nicht vorausgesehen wurde. Es war doch offensichtlich, dass die Leser diese Entwicklung nicht wirklich akzeptieren würden.
Nicieza wagt einen interessanten Ansatz, indem er die Ereignisse aus Amazing Fantasy # 15 mit der vorliegenden Story verweben will und so einen großen Bogen schlagen möchte. Dies können bestimmt nicht viele Autoren umsetzen, aber bei ihm bin ich gespannt, wie es weitergeht.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Elektra & Wolverine: The Redeemer #3


Titel: -
Autor: Greg Rucka
Zeichner: Yoshitaka Amano
Inker: -
Kolorierung: Yoshitaka Amano
Lettering: -
Cover: Yoshitaka Amano
Redaktion: Jennifer Lee
Erscheinungsdatum: 03/2002
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Elektra, Wolverine, Avrey, Dr. Connor, Kiefer

Handlung:
Avery erholt sich langsam, aber beständig, von der eigentlich tödlichen Wunde. Sie fragt Elektra und Wolverine, was sie nun tun wollen. Elektra will aufgrund der eigentlich unwirklichen Szenerie lachen, aber sie kann sich beherrschen. Also weist Elektra Avery an, eine Pistole aufzuheben und Kiefers Männer in Schach zu halten.
Eigentlich kümmert Wolverine weder das Schicksal Kiefers noch seiner Männer. Dennoch kommt er der Bitte Kiefers nach und läst seine Klingen in den Armen verschwinden. Dann befiehlt Elektra allen, da sie sich auf die Straße legen. Anschließend läuft sie mit Avery davon. Wolverine weiß, dass es diesmal nicht so leicht werden wird, sie zu finden. Doch Kiefer besteht darauf, dass Wolverine nach ihr sucht. Er erpresst ihn damit, Dr. Connor zu töten, die er zwischenzeitlich entführt hat.
Avery erfährt von Elektra, dass Kiefer ihr Auftraggeber für den Mord an ihrem Vater war. Zunächst ist sie erstaunt, aber dann erscheint es ihr logisch. Doch Elektra bringt sie dann doch dazu zu zweifeln, als sie ihr sagt, dass sie vermutet, dass sich ihre Eltern nicht scheiden lassen wollten, sondern nur ihre Flucht vorbereiten, um sie in Sicherheit zu bringen.
Wolverine wird zu Dr. Connor gebracht. Er berichtet ihr über die Vorkommnisse und Averys Selbstheilungskräfte. Dr. Connor ist geschockt. Sie erzählt Wolverine, dass Avery außerdem mit einer Chemikalie versehen wurde, die es ermöglicht, sie ausfindig zu machen. Dann besteht Kiefer darauf, dass Dr. Connor mitkommt.
Elektra und Avery befinden sich in einer Lagerhalle in der South Bronx. Die Überwachungskameras hat Elektra ausgeschaltet. Sie gehen in eine der Lagerhallen, die Elektra zuvor gesichert hatte. Dann unterhalten sie sich über Averys Eltern, bis Elektra Geräusche nahe der Lagerhalle hört.
Kiefer und Wolverine befinden sich ebenfalls auf ihrem Weg. Wolverine weiß, dass Kiefer zu allem entschlossen ist. Avery sieht er dabei als sein Eigentum an. Sie befinden sich in Begleitung von 30 schwer bewaffneten Männern.
Elektras Lagerhalle ist nun umzingelt und er verlangt, dass sie aufgibt. Doch Elektra antwortet mit einer Explosion, die sie auslöst.
Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd, bei der Elektra bewußt wird, dass sie die Männer kaum besiegen kann, solange sie auch auf Avery aufpassen muss. Sie weiß nun auch, dass es irgendetwas in Avery geben muss, womit sie Kiefer immer wieder ausfindig machen wird.
Dann stellt sich ihr Wolverine in den Weg. Doch er will nicht gegen sie kämpfen, sondern ihr helfen. Elektra verständigt sich kurz mit Avery. Dann bittet sie Wolverine, Dr. Connor zu befreien. Sie will sich um Kiefers Männer an der Lagerhalle kümmern. Da Wolverine Avery mitnimmt, kann Elektra nun zuschlagen.
Sie tötet die ersten Männer schnell. Doch dies bleibt nicht unbemerkt und Elektra gerät unter Feuer und wird außerdem mit Handgranaten beworfen.
Unterdessen scheint Wolverine Avrey und Dr. Connor zu verraten. Er lässt Kiefer benachrichtigen, dass er Avery bei sich hat. Doch dann läuft Avery zu Elektra zurück. Dies zwingt Wolverine zu handeln und er tötet die Wachen Dr. Connors.
Elektra ist verletzt. Es sind zwar nur noch 10 Männer übrig, aber sie blutet aus einer Wunde am Bein, die ein Schrapnell verursacht hat. Dann taucht Avery auf und macht einen der Angreifer mit einem Tritt unschädlich. Dies verschafft Elektra Zeit.
Doch zwischenzeitlich hat Kiefer Dr. Connor wieder unter seine Kontrolle gebracht. Er droht sie zu töten, falls Avery nicht zu ihm kommt. Elektra weiß nun, da die Situation schwierig wird. Schon wollen Kiefers Männer Avery holen, aber sie bleiben auf Abstand, als sie ihnen eine Handgranate zeigt.
Wolverine bemerkt, dass sich Elektra über Kiefer auf einem Container befindet. Da verletzt Wolverine Kiefer and er Wade, was Elektra mehr als genug Zeit verschafft, sich auf Kiefer zu stürzen und ihn zu töten. Dann weist sie Wolverine an, Dr. Connor und Avery fort- und in Sicherheit zu bringen.
Später hat Wolverine Dr. Connor und Avery falsche Pässe und jede Menge Geld besorgt. Er rät ihnen, nicht zu lange an einem Platz zu verweilen. Außerdem gibt er Avery ein Mittel, das ihr hilft, die Chemikalie zu unterdrücken.
Als sie fortgegangen sind, trifft Wolverine Elektra, von der auch das Geld stammt. Sie verbringen eine kurze Zeit miteinander, bis Wolverine sie allein am Strand zurücklässt.

Fazit:
Nach den ersten beiden Teilen, die eher auf Handlung und Charakterisierung ausgerichtet waren, präsentiert Rucka zum Finale ein Actionspektakel. Kiefer findet dabei sein verdientes Schicksal, was nicht wirklich überrascht.
Eine kleine Wendung baut Rucka noch ein, als er Wolverine für einen kurzen Moment doch auf Kiefers Seite stehen lässt. Er nutzt Dr. Connor als Identifikationsfigur für den Leser, die ebenfalls an Wolverine zweifelt. Natürlich hat auch Avery als Naturtalent ihren Einsatz und kann sogar Elektra aus einer relativ misslichen Lage helfen.
Ich denke, sollte man jemals bei Verfilmungen auch an Crossover denken (bitte, nicht) dann hat hier Rucka eine gute Basis gelegt. Unterstützt wird er natürlich von den Illustrationen Amanos, die Ruckas Handlung stellenweise eindrucksvoll visualisieren.
Doch offensichtlich ist dieses Experiment nicht ganz zu Marvels Zufriedenheit verlaufen, denn ansonsten hätte es garantiert mehr solcher Romane gegeben.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Elektra & Wolverine: The Redeemer #2


Titel: -
Autor: Greg Rucka
Zeichner: Yoshitaka Amano
Inker: -
Kolorierung: Yoshitaka Amano
Lettering: -
Cover: Yoshitaka Amano
Redaktion: Jennifer Lee
Erscheinungsdatum: 02/2002
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Elektra, Wolverine, Avrey, Dr. Connor, Kiefer

Handlung:
Wolverine braucht nach seinen schweren Verletzungen einige Zeit, um wieder zu regenerieren. Dr. Connor kommt zu ihm und kümmert sich um ihn. Dabei fällt ihm auf, dass sie ihn nicht wie einen Freak ansieht, sondern eher wie ein Wunder und ihn sogar anlächelt. Er weiß auch, dass Dr. Connor schon einmal gesehen hat, wie er regeneriert. Doch bevor er darauf näher eingehen kann, taucht Kiefer in einem Wagen auf.
Während Kiefer Wolverine beschuldigt, seinen Auftrag nicht erfüllt zu haben, ist Wolverine mächtig wütend, dass ihn Kiefer nicht darüber informiert hat, dass es sich bei dem Auftragskiller nicht um einen gewöhnlichen, sondern um einen Ninja handelt.
Dr. Connor unterbricht ihren Streit. Sie sorgt sich um ihre Tochter. Wolverine schwört, Avery zurückzubringen.
Elektra ist mit Avery in einem Motel angekommen, in dem sie sich erst einmal umzieht. Schweigend wird sie dabei von Avery beobachtet. Dabei fällt Avery auf, dass Elektras Körper mit Narben übersät ist. Es sind die ersten Worte, die sie spricht.
Sie verlassen das Motel. Avery fragt Elektra aus und erfährt, dass sie eine Berufskillerin ist. Schließlich gehen sie in ein Restaurant, in dem die Bedienung glaubt, Avery sei Elektras Tochter. Elektra erklärt Avery, dass sie sich selbst in ihr gesehen und deswegen entführt hat. Zu Averys Überraschung plant sie nicht, sie zu töten.
Wolverine hat dank seiner feinen Sinne das Motel gefunden, in dem sich Elektra und Avery kurz aufhielten. Er erkennt schnell, dass es Avery gut ging und dass sie nicht einmal Angst hatte.
Als Wolverine aus dem Zimmer kommt, richtet Dr. Connor eine Waffe auf ihn. Sie will wissen, was Kiefer spielt. Doch genau diese Frage wollte Wolverine Dr. Connor auch stellen. Langsam beginnt Dr. Connor zu verstehen, dass Wolverine die Wahrheit gesagt hat, dass er wirklich nicht weiß, was vor sich geht und dass er wirklich an Amnesie leidet. Da räumt sie ein, dass sie bei seiner Operation anwesend war.
Wolverine will nun mehr wissen. Doch zuvor erklärt sie ihm, dass sie weiß, dass Kiefer selbst den Mord an ihrem Mann in Auftrag gegeben hat und dass sie die nächste auf seiner Liste ist. Sie ist sich sicher, dass er Avery will. Sie trägt die Veranlagung in sich, wie Wolverine zu werden.
Elektra und Avery kommen in einer Wohnung an. Nachdem sich Elektra vergewissert hat, dass die Wohnung sicher ist, bittet Avery sie, ihr etwas beizubringen. Avery ist sich sicher, dass sie wie Elektra sein kann. Elektra versucht sie davon abzubringen, aber das Mädchen bleibt stur. Dann greift sie Avery an und Elektra ist erstaunt, über welche Fähigkeiten das Mädchen verfügt. Natürlich gewinnt Elektra den Kampf, aber sie weiß, dass irgendetwas nicht stimmt. So beschließt Elektra, ihnen etwas zu essen zu holen.
Wolverine und Dr. Connor fahren in die Stadt. Sie informieren Kiefer. Wolverine weiß nun, dass Elektra Avery aus einem unbekannten Grund und nicht in Kiefers Auftrag entführt hat. Sonst hätte sie auch Dr. Connor umgebracht. So erfährt Wolverine, dass Averys DANN manipuliert wurde, um sie wie ihn zu machen. Doch alle Testergebnisse waren nicht eindeutig, so dass sie nicht wissen, wie erfolgreich sie waren.
Als sie in Manhattan ankommen, ist Kiefers Einsatztrupp bereits dabei, eine Wohnung einzunehmen. Doch die Wohnung ist vermint. Wolverine dringt in die Wohnung ein und hört Avery, die nach Elektra ruft. Wolverine will sie aus der Wohnung holen, aber sie tritt nach ihm. Avery kann aus der Wohnung entkommen.
Elektra kommt von ihrem Einkauf zurück, der etwas länger gedauert hatte als beabsichtigt, weil sie nicht wußte, was sie einkaufen wollte. Doch dann sieht sie Avery, die auf sie zurennt. Kiefers Männer besiegt sie leicht und schnell mit ihren Sais. Sie ist aber etwas erstaunt, als sie den kleinen Mann wieder sieht, den sie doch eigentlich getötet hatte. Noch mehr erstaunt ist sie, dass er ihren Namen kennt und er ihr zu verstehen gibt, dass sie nicht versteht, was gespielt wird.
Dann greift sie Wolverine an, der sich aber nicht bewegt. Erst jetzt bemerkt sie, dass Avery von einer Kugel getroffen wurde. Doch sie stirbt nicht und Wolverine weiß, dass sie perfekt ist.

Fazit:
Rucka setzt seine Story gekonnt fort. Dabei kommt vielleicht etwas überraschend früh heraus, dass Dr. Connor nicht nur bei Wolverines Operation dabei war, sondern auch dass Avery genmanipuliert wurde, um Wolverines Selbstheilungskräfte nachzuahmen. Fast schon zwangsläufig führt dies dahin, dass Averys Selbstheilungskräfte als Cliffhanger ausgetestet werden, denn selbst Dr. Connor weiß nicht, ob die Experimente erfolgreich verliefen.
Ich frage mich allerdings, welche Mutter ihre Tochter für solche Experimente hergibt. Da ist Rucka seinen Lesern noch eine Erklärung schuldig. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass sich Wolverine Kiefer noch vorknöpfen wird.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.

Elektra & Wolverine: The Redeemer #1

Eine ungewöhnliche Veröffentlichung stellt diese 3teilige Miniserie im Prestigeformat da. Es handelt sich hierbei um kein klassisches Comic, sondern um einen illustrierten Roman.
Die Story stammt von Krimiautor Greg Rucka, der auch eine Zeit lang die zweite fortlaufende Elektra-Serie geschrieben hat und die Illustrationen hat niemand geringeres als Yoshitaka Amano angefertigt, der den meisten Lesern wegen seiner Zeichnungen zu "Vampire Hunter D" bekannt sein dürfte. Ausserdem hat er die Bilder zu "Sandman: The Dream Hunters" von Neil Gaiman angefertigt.


Titel: -
Autor: Greg Rucka
Zeichner: Yoshitaka Amano
Inker: -
Kolorierung: Yoshitaka Amano
Lettering: -
Cover: Yoshitaka Amano
Redaktion: Jennifer Lee
Erscheinungsdatum: 02/2002
Deutsche Fassung: -
Übersetzung: -



Charaktere:
Elektra, Wolverine, Avrey, Dr. Connor, Kiefer

Handlung:
Elektra ist einmal mehr in eine andere Identität geschlüpft und passiert so als Katya Semonova die Sicherheitskräfte.
Als sie unbeobachtet ist, wird die unscheinbare, nach Wodka riechende Katja Semanova zu Elektra. Elektra hat bereits innerhalb der letzten Woche nach und nach ihre Ausrüstung ins Gebäude gebracht, ohne dass jemand etwas bemerkt hätte.
Sie verlässt das Gebäude, um an der Fassade hoch zu klettern und so in, Penthouse zu gelangen.
Einmal im Penthouse bewegt sie sich zügig. Als sie auf ein Mädchen trifft, versteckt sich Elektra. Sie bleibt unentdeckt. Sie dringt in das Schlafzimmer ein und injiziert einem Mann eine Todesspritze. Als sich Elektra umdreht, steht das Mädchen hinter ihr.
Elektra zögert ein wenig, weil sie sich selbst in dem Mädchen wiedersieht. Das Zögern reicht aus, denn das Mädchen beginnt zu schreien und läuft weg.
Elektra folgt ihr und hat bereist einen Sai in der Hand. Sie will das Mädchen schnell töten, doch bemerkt dann eine Hand auf ihrer Schulter. Schnell tötet Elektra nun ihren Angreifer.
Dann hört sie, wie sich noch mehr Sicherheitskräfte nähern. Sie beschließt, dass es besser ist zu fliehen. Schon brechen die ersten Schüsse. Elektra gelingt es ihre Verfolger so zu leiten, dass sie für sie eine Fensterscheibe zerschießen, die Elektra mit ihrem Fallschirm zur Flucht nutzt.
Wolverine hackt in den Wäldern Carolinas Holz, als er die Hubschrauber hört. Wolverine zieht sich erst einmal zurück, weil er keine Notwendigkeit sieht, sich auf eine Konfrontation einzulassen. So beobachtet er, wie vier Männer in seine Hütte eindringen.
Als sie wieder aus der Hütte herauskommen, schnappt sich Wolverine einen nach dem anderen. Dann geht er in die Hütte, in der er von einem fünften Mann bereits erwartet wird. Er erkennt den Mann. Es ist Kiefer, den er geschworen hatte, zu töten, falls er ihn nicht einmal trifft. Also stürzt er sich auf ihn, aber Kiefer lenkt Wolverines Aufmerksamkeit auf eine Mappe. In der Mappe befinden sich Fotos. Eines zeigt ein Mädchen, höchstens 15 Jahre alt, das andere Foto zeigt eine Frau. Gerade die Frau kommt ihm bekannt vor. Kiefer erkennt das und macht eine Anspielung auf Wolverines Gedächtnislücken.
Dann erfährt Wolverine, dass das Mädchen Avery heißt, dass er es beschützen soll und dass ihre Eltern irgendwie in das Experiment verstrickt waren, das ihm das Admantium einbrachte. Wolverine weiß, dass er Kiefer nicht trauen kann, aber er weiß auch, dass er diese Gelegenheit, mehr über seine Vergangenheit herauszufinden, nicht verstreichen lassen darf.
Elektra hat die letzten drei Tage damit verbracht, sich in Sicherheit zu bringen. Die Tatsache, dass Winter ist, hat ihr dabei geholfne. Sie beobachtet noch immer das Mädchen und die Frau, die sie nun begleitet. Elektra nimmt an, dass es sich um ihre Mutter handelt.
Doch an diesem Morgen verhalten sich alle anders als bisher. Die Leibwächter sind besonders aufmerksam und mustern die Straße. Elektra beobachtet das Geschehen aus einem Auto und erkennt sofort, dass einer der Leibwächter besser und aufmerksamer als der Rest zusammen ist.
Kiefer macht die Mutter, Doctor Connor, mit Wolverine bekannt und verspricht ihr, dass Avery, ihre Tochter, bei ihm sicher ist.
Als sie im Auto sitzen, versuchen Dr. Connor und Wolverine miteinander ins Gespräch zu kommen. Doch als sie sich in ihrem Gespräch Wolverines Amnesie nähern, bemerkt wo, wie sich ein Mustang schnell nähert. Wolverine drückt Avery herunter, um sie zu schützen. Dann werde sie in einen Unfall verwickelt.
Wolverine stellt sich der Angreiferin, bei der es sich natürlich um Elektra handelt. Mit Schrecken stellt er fest, dass es sich um einen Ninja handelt. Es kommt zum Kampf, in dem Elektra Wolverine einen tödlichen Hieb mit ihrem Sai verpasst und das Mädchen entführt.

Fazit:
Redeemer bedeutet so viel wie Erlöser bzw. Heiland. Weder bei Elektra noch bei Wolverine kann ich diese Vokabel im religiösen Sinne sinnvoll verstehen, so dass Rucka hier nur eine Bedeutung im übertragenen Sinne meinen kann.
Ruckas Stil ist schon interessant. Schließlich könnte man als Leser glauben, dass er diesen Roman fast schon wie ein Drehbuch verfasst hat. Äußerst genau und fast schon akribisch genau beschreibt er seine Bilder und die Handlungsweise seiner Protagonisten.
Schnell wird klar, dass Kiefer Wolverine benutzen will. Unklar ist noch, warum Kiefer dafür sorgt, dass ausgerechnet Wolverine für den Job als Leibwächter benötigt wird und warum Kiefer Dr. Connor und Avery schützen lassen will. Charaktere wie Kiefer handeln niemals selbstlos und immer mit Hintergedanken.
Auch Elektras Schilderung ist nicht ganz uninteressant. Schließlich zögert sie beim Anblick des Mädchens, als sie ihren Vater tötet. Elektra fühlt sich an sich selbst erinnert, weil auch sie mal zusehen musste, wie ihr Vater getötet wurde.
Gespannt darf man als Leser dieser spannenden Story sein, wie Rucka die Schicksale der Charaktere miteinander verknüpft und ob Wolverine tatsächlich etwas aus seiner Vergangenheit herausfinden wird. Ebenso ist noch herauszufinden, wer Elektras Auftraggeber ist, denn Elektra tötet eigentlich nie aus eigenem Antrieb heraus.

Rezension von Uwe "Jameson" Bender-Muth.